Zucker ist ungesund – dies sind die besseren Alternativen
Dr. Ulrich Fricke in Täglich Gesund
vom 28. September 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Ob im morgendlichen Kaffee, in der Salatsauce oder im Obstgericht: Für viele Menschen gehört eine Portion Zucker einfach dazu. Dabei ist hinreichend bekannt, dass er den Zähnen schadet - und durch seinen hohen Kaloriengehalt auch der Figur. Künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin oder Cyclamat sind in dieser Hinsicht auch kein guter Ersatz. Denn auf den Geschmack „süß" - egal ob er durch Süßstoff oder normalen Zucker ausgelöst wird - reagiert der Körper mit einer Steigerung der Insulinproduktion.
Das Hormon beschleunigt die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Muskelzellen. Dadurch sinkt Ihr Blutzuckerspiegel sehr rasch, und das will der Körper sofort wieder ausgleichen. Die Folge sind oft regelrechte Heißhungerattacken. So nehmen Sie auch durch künstlicheSüßstoffe und die vielen „Light-Produkte" eher zu als ab. Nicht umsonst werden Süßstoffe z. B. als Appetitanreger in der Tiermast verwendet.
Stevia: In Japan schon der Süßstoff Nr. 1
Doch mit der Pflanze Stevia rebaundiana - auch unter dem Namen Süßkraut oder Honigkraut bekannt - gibt es eine natürliche Alternative zu Zucker und künstlichen Süßstoffen. Sie wird in anderen Ländern, z. B. in Südamerika, Japan oder auch China, schon lange zum Süßen verwendet, ohne dass gesundheitliche Probleme beobachtet wurden. In Japan kommt mittlerweile schon bei mehr als der Hälfte aller Süßwaren Stevia zum Einsatz.
Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit inParma/Italien attestierte im April 2010 nun endlich auch für den europäischen Raum die Unbedenklichkeit der Pflanze - nach langem Ringen steht sie damit endlich vor der EU-weiten Zulassung. Daher können Sie Stevia ganz normal im Supermarkt kaufen.
Stevia ist 200-mal süßer als Zucker
Die Inhaltsstoffe von Stevia, Steviosid und Rebaudiosid, sind 40- bis 300-mal süßer als normaler Haushaltszucker. Doch Ihr Körper kann sie nicht in Energie umwandeln, und deshalb liefern sie keine zusätzlichen Kalorien. Die Pflanze ist vor allem deshalb ein ideales Süßungsmittel, weil es den Blutzuckerspiegel und die Insulin-Ausschüttung nicht erhöht. Das ergaben u. a. Laboruntersuchungen der Universität von Florida in Gainesville/USA aus dem Jahr 2009. Insgesamt 31 Testpersonen wurde im nüchternen Zustand entweder Stevia, der künstliche Süßstoff Aspartam oder Haushaltszucker verabreicht. Das Resultat: Einzig bei den Probanden der Stevia-Gruppe stieg der Insulinspiegel nicht an, und Heißhungerattacken blieben aus.
Stevia wird gegenüber dem Haushaltszucker noch ein zweiter Pluspunkt zugeschrieben: Auch die Bakterien im Mund können diesen natürlichen Süßstoff nicht zur Energiegewinnung nutzen. Stevia ist deshalb nicht kariesfördernd.
Früchte sind das natürlichste aller Süßungsmittel
Gut zum Süßen geeignet sind auch Frucht-Dicksäfte wie Birnen- oder Agavendicksaft. Sie besitzen einen sehr hohen Fruchtzuckeranteil. Fruchtzucker (Fructose) wird langsamer verstoffwechselt als der übliche Haushaltszucker (Saccharose). Der Blutzuckerspiegel steigt so nur langsam an und bleibt über einen längeren Zeitraum konstant. Heißhungerattacken bleiben daher weitgehend aus. Diese Dicksäfte sind sogar süßer als Haushaltszucker. Deshalb reicht es aus, wenn Sie zum Süßen von Joghurts oder Müsli lediglich ein paar Tropfen verwenden.
Natürliche Alternativen zu Süßstoffen sind:
- Stevia
- Dicksäfte (z. B. aus Apfel, Birne oder Agave)
- Honig
- Obst
Eine weitere Möglichkeit zum Süßen: Geben Sie in Ihren Tee oder Kaffee doch einfach etwas Honig als Zuckerersatz. Allerdings: Auch Honig enthält sehr viel Zucker und sollte nur in Maßen verwendet werden. Das natürlichste aller Süßungsmittel sind einfache Fruchtstückchen: Süßen Sie z. B. einen Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren, Himbeeren oder einer Banane. Oder mischen Sie ein paar Apfelstücke unter Ihr Müsli. Und wenn Sie plötzlich Lust auf etwas Süßes bekommen, greifen Sie nicht zu einer kalorienreichen Tafel Schokolade, sondern bereiten Sie sich lieber einen bunten Obstsalat zu, der Sie gleichzeitig mit wertvollen Vitalstoffen versorgt. Generell sollten Sie jedoch auch mit natürlichen Stoffen zum Süßen - egal ob Stevia, Dicksäfte oder süße Früchte - immer nur sparsam umgehen. Die Gefahr: Der Körper gewöhnt sich sonst zu sehr an den Geschmack, und Ihre Geschmacksschwelle für Süßes wird herabgesetzt. Das Verlangen nach zuckerhaltigen Speisen und Getränken wächst dann mit der Zeit, und Sie nehmen zwangsläufig mehr Kalorien zu sich. Genießen Sie stattdessen den Eigengeschmack der Lebensmittel - so beugen Sie auch überschüssigen Pfunden vor.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von GLADIO (28.09. 2011 16:33 Uhr):
Nicht schlecht der Artikel nur ... Aspartam, Nutra Sweet, Neotam: Aspartam ist es eine der gefährlichsten Substanzen, die jemals als "Lebensmittel" auf die Menschheit losgelassen worden ist. Würden Sie freiwillig ein Glas Methanol oder Formalin trinken? Ziemlich sicher nicht. Warum? Weil es zum sofortigen Tod führt! Trinken Sie stattdessen lieber eine Coke-Light? Oder kauen Sie ein Orbit ohne Zucker? Geben Sie ihren Kindern wegen der Kariesgefahr lieber eine Coke-Light statt einer normalen Cola? Im allgemeinen verursachen Nahrungsmittelzusätze keine Hirnschäden, Kopfschmerzen, der Multiplen Sklerose (MS) ähnliche Symptome, Epilepsie, Parkinson'sche Krankheit, Alzheimer, Stimmungswechsel, Hautwucherungen, Blindheit, Hirntumore, Umnachtung und Depressionen oder beschädigen das Kurzzeitgedächtnis oder die Intelligenz. Aspartam verursacht das und noch ca. 90 weitere, durch Langzeituntersuchungen bestätigte Symptome. Sie glauben es nicht? Lesen sie weiter! Veröffentlicht von der Federal Drug and Food Administration (F.D.A), der amerikanischen Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente: Angstzustände, Arthritis, Asthma, Asthmatische Reaktionen, Unterleibsschmerzen, Probleme der Blutzuckerkontrolle (Hypoglykämie und Hypoglykämie), Gehirnkrebs (nachgewiesen), Atembeschwerden, Brennen der Augen und des Rachens, Schmerzen beim Urinieren, Hüftschmerzen, Chronischer Husten, Chronische Müdigkeit, Tod, Depressionen, Durchfall, Gedächtnisverlust, Müdigkeit, Extremer Durst oder Hunger, Durchblutungsstörungen, Haarausfall, Kopfschmerzen, Migräne, Herzrhythmusstörungen, Hoher Blutdruck, Impotenz und Sexualprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Infektionskrankheiten, Kehlkopfentzündung, Schlafstörungen, Juckreiz und Hautbeschwerden, Schwellungen, Muskelkrämpfe, Schwindelanfälle, Zittern, Nervöse Beschwerden, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Atembeschwerden, Hörbeschwerden, Tinnitus, Menstruationsbeschwerden und Zyklusveränderungen, Gliederschmerzen und Beschwerden, Allergische Reaktionen, Panikzustände, Phobien, Sprachstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Schluckbeschwerden, Sehbeschwerden, Gewichtszunahme. Aspartam, auch bekannt als Nutra-Sweet, Equal, Spoonfull, Canderel, Sanecta oder einfach E951 ist ein so genannter Zuckerersatzstoff (E950-999). Die chemische Bezeichnung lautet "L-Aspartyl-L-Phenylalaninmethylester". Aspartam besitzt die 200-fache Süßkraft von Zucker und hat 4 kcal/g (16,8 kJ/g).
Antworten - Kommentar von Eric (28.09. 2011 16:43 Uhr):
Stevia im Supermarkt kaufen? DENKSTE! Das Attest in Parma wurde im April 2010 erstellt. Was anderswo vorfaellt weiss ich nicht, aber in Italien ist Stevia auch nach rd. 1 1/2 Jahren nicht auffindbar sondern muss unter grossen Schwierigkeiten zum Privatgebrauch aus USA eingefuehrt werden aber nur als Kosmetikmittel! Der Verkauf als Suessstoff ist nach wie vor verboten, als Kosmetikmittel ist Stevia unauffindbar..
Antworten - Kommentar von Karl Heinz Stenzel (28.09. 2011 18:26 Uhr):
Obst ist tatsächlich das beste Süßungsmittel. Wenn es jedoch nicht verwendet werden kann und man den Geschmack von Stevia nicht mag, wäre Xylit ( leider ziemlich teuer)eine gute Alternative. Gleiche Konsistenz wie Zucker, gleiche Süßkraft, 40% weniger Kalorien, Zahngesund und für Diabetiker geeignet. Die Vorteile überwiegen klar. Karl-Heinz Stenzel
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