Zu viele Fertiggerichte können depressiv machen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Fertigprodukte
vom 8. Juni 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
„Fleisch ist das neue Gemüse" - ein im Moment gern genutzter Satz. Gerade Frischgemüse bleibt zur Zeit aus Angst vor EHEC in den Regalen und Obstkisten liegen. Dafür greifen viele zu Grillfleisch, Burgern und anderen Fertigprodukten.
Wenn diese Ernährung nur kurzfristig „eingeschoben" wird, ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden. Auf Dauer aber leidet nicht nur Ihr Körper, weil die Lebensmittel dick machen. Auch Ihre Seele kann Schaden nehmen: Die enthaltenen Transfettsäuren können Sie depressiv machen.
Spanische Wissenschaftler haben das herausgefunden, als sie die Ernährungsgewohnheiten von über 12.000 Menschen sechs Jahre lang beobachteten. Keiner der Studienteilnehmer litt am Anfang der Untersuchung unter Depressionen.
Am Ende des Beobachtungszeitraums waren über 650 Teilnehmer betroffen. Die Forscher stellten daraufhin fest, dass das Erkrankungsrisiko bei denen, die viele gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren zu sich nahmen, um 48 Prozent erhöht war.