Zöliakie erhöht Osteoporose-Risiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Zöliakie
vom 12. Oktober 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
in Deutschland leidet einer von 100 Menschen an Zöliakie, einer Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Schon länger war bekannt, dass diese Krankheit das Risiko für Osteoporose erhöht. Wissenschaftler sind davon ausgegangen, dass der Grund dafür ist, dass die Betroffenen sich nur schlecht mit den wichtigen Vitalstoffen Kalzium und Vitamin D versorgen können.
Viel entscheidender aber ist, dass ein Protein, das OPG, nicht richtig arbeiten kann. Normalerweise kontrolliert es im Körper, wie schnell Knochen abgebaut werden. Zöliakie-Kranke aber produzieren häufig Antikörper, die dieses Protein hemmen. Es kommt zu einem beschleunigten Knochenabbau und damit zu starker Osteoporose.
Da Zöliakie-Patienten durch ihre Erkrankung nicht mit Kalzium und Vitamin D vorbeugen können, raten die Wissenschaftler, dass der Arzt Medikamente einsetzen soll, die den Knochenschwund verhindern.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von ulrike schöttner (12.10. 2009 16:18 Uhr):
sehr geehrtes team, ich möchte gerne wissen, ob ein reizdarf-symdrom etwas mit zöliakie zu tun hat. ich las da mal einen kommentar. mailen sie mir bitte ihre erkenntnisse. vielen dank für ihre nachricht.
Antworten - Kommentar von Vesna Sulic (13.10. 2009 12:26 Uhr):
Sehr geehrtes Team, das Thema Zöliakie und die damit verbundene Gefahr einer Osteoporose hatte in mir die Frage aufkommen lassen, ob bei einer Lactoseintoleranz dieselbe Gefahr bestünde? Über eine Antwort würde ich mich freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen Vesna Sulic
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