Zahnpflege: Fluorid
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Fluorid ist in fast allen Zahncremes enthalten – zumindest wird damit kräftig geworben. Aber Vorsicht! Meist handelt es sich dabei um Natriumfluorid. Aus verschiedenen Studien wissen wir aber, dass Zahncremes, die Aminfluorid enthalten, viel besser im Kampf gegen Karies geeignet sind. Aminfluorid setzt sich als geschlossene Schicht an Ihren Zahnhälsen ab. Dadurch wird es nicht so leicht weggeschwemmt wie Natriumfluorid, sondert haftet viel besser an den Zahnhälsen. In den wenigsten Zahnpasten wird aber Aminfluorid verwendet. Es ist nämlich um einiges teurer im Einkauf und auch schwieriger zu verarbeiten, wenn die Zahncreme anschließend noch angenehm schmecken soll.
Nichtsdestotrotz ist es in einigen Zahncremes zu finden. Eine gute Paste ist zum Beispiel Meridol, die pro Tube rund 2,50 € kostet. Das ist zwar teurer als manche Drogerie-Handelsmarke, aber meiner Meinung nach sollten Ihnen das Ihre Zähne wert sein.
Würzen Sie zahngesund!
Neben Zahncremes gibt es noch eine zweite Fluoridquelle – und die wird reichlich genutzt. Jeder zweite Haushalt in Deutschland kauft inzwischen fluoridiertes Salz. Auch diese Fluoridquelle kann ich Ihnen nur empfehlen. Denn beim Kauen lagern sich kleinste Bestandteile dieses Salzes an Ihren Zähnen an. So werden diese stabilisiert. Darüber hinaus tun Sie Ihren Knochen etwas Gutes, denn der Rest des Fluorids lagert sich in den Knochen ab und verstärkt deren Substanz.
Selbst die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mittlerweile fluoridiertes Salz, weil wir heute wissen, dass man damit Karies um bis zu 50 % vermindern kann.
Die Schweiz zeigt, dass noch mehr geht. Hier wird nur noch fluoridiertes Salz verkauft. Auch die Bäckereien verwenden nur noch fluoridiertes Salz. Untersuchungen nach 8 Jahren zeigten, dass die Kariesfälle bei Schulkindern um 80 % zurückgegangen sind.
Übrigens ist fluoridiertes Salz auch für Kinder geeignet. Die Dosis Fluor, die in dem Salz enthalten ist, ist so gering, dass auch die Kleinen damit nicht zu viel Fluor aufnehmen können. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass es für Kinder durch fluoridierte Zahnpasta und Salz, das ebenfalls Fluor enthält, zur Überdosierung kommen könnte.