Zahnpflege: Die richtige Zahnpasta
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Mit wenigen Ausnahmen enthalten die meisten Zahncremes genügend Fluorid zum Schutz vor Zahnzerstörung. Das wachsende Bewusstsein für die Gesundheit der Zähne hat jedoch zu einer Fülle von Spezialprodukten geführt.
Nach einem Bericht eines amerikanischen Verbrauchermagazins stehen im Durchschnitt mehr als 10 verschiedene Zahncremes in den Drogerieregalen. Hier ist unsere Analyse einiger der am häufigsten behaupteten Wirkungen:
Antiplaque-Wirkstoff – Diese Produkte sollen laut Herstellerangaben Plaque beseitigen bzw. Bakterien abtöten, die Plaque verursachen können. Alle Zahncremes entfernen jedoch einen Teil der Plaque, wenn Sie Ihre Zähne gründlich putzen und mit Zahnseide reinigen. Unabhängig davon, welches Produkt Sie verwenden, läßt sich Plaque allein durch das Zähneputzen nicht vollständig entfernen.
Selbst wenn Sie eine Zahncreme gegen Zahnbelag benutzen, sollten Sie unbedingt regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt gehen.
Zahnsteinkontrolle – Wenn sich Plaque mit Mineralien der Speichelflüssigkeit vermischt, verhärtet sie sich zu einer weißen oder gelblichen Ablagerung, die als Zahnstein bezeichnet wird.
Zahncremes gegen Zahnstein können dazu beitragen, die Zahnsteinbildung zu hemmen. Durch regelmäßiges Zähneputzen und Reinigen mit Zahnseide wird zwar Plaque entfernt, es bleibt jedoch immer ein kleiner Rest zurück, der verhärtet.
Es gibt keine Zahncreme, die Zahnstein entfernen kann – dazu ist die fachgerechte Reinigung durch einen Zahnarzt erforderlich. Eine Zahncreme gegen Zahnstein kann eventuell die Kälteempfindlichkeit der Zähne erhöhen. In diesem Fall sollten Sie zu einem Produkt ohne Anti-Zahnstein-Wirkstoff wechseln.
Natriumbicarbonat – Natriumbicarbonat ist ein leichtes Schleifmittel, das auch Flecken entfernt. In feuchtem Zustand verliert es jedoch einen Teil der fleckentfernenden Wirkung.
Die Hersteller setzen manchen Produkten auch Wasserstoffsuperoxid zu, um die Abtötung von Bakterien und die Ablösung der Plaque zu fördern. Doch gründliches Putzen mit einer fluorierten Zahncreme erfüllt den gleichen Zweck.
Desensibilisierung der Zähne – Zahnfleischschwund kann dazu führen, dass die Zähne temperaturempfindlicher werden. Desensibilisierende Zahncremes enthalten Chemikalien, die das Schmerzempfinden der Zähne blockieren.
Bevor Sie jedoch derartige Produkte verwenden, sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt sprechen, denn manchmal können empfindliche Zähne ein Hinweis auf ein Leiden sein, das behandelt und nicht verdeckt werden sollte.
Weißmacher – Weißmacher-Zahncremes mit Zusatzstoffen wie Peroxid-Bleichmittel oder Papaya-Enzymen sollen den Zähnen ein weißeres Aussehen verleihen.
Raucher-Zahncremes enthalten grobe Abriebmittel, um Tabak-, Kaffee-, Tee- und andere hartnäckige Zahnflecke „abzuschmirgeln“.
Beide Produkttypen können für das empfindliche Zahnfleisch zu grob sein, besonders, wenn Sie an Zahnfleischschwund leiden. Bevor Sie irgendein frei verkäufliches, nicht verschreibungspflichtiges Weißmacher-Gel oder eine Polierzahncreme kaufen, sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten lassen.
Natürlich – Die meisten Produkte enthalten künstliche Zusatzstoffe, wie etwa Süßstoff. Achten Sie jedoch beim Kauf auf Zusatz von Fluor. Natürliche Zahncremes ohne Fluorzusatz können den Zahnverfall nicht effizient bekämpfen.
In den Zahnarztpraxen wird zunehmend Wert gelegt auf vorbeugende Mundhygiene, wozu nicht nur der richtige Gebrauch der Zahnbürste, sondern auch die Verwendung einer geeigneten Zahncreme gehört.