Ein kranker Zahn kann den ganzen Körper schwächen
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GNL5356
Ganzheitliche Zahnheilkunde
Wechselbeziehungen zwischen Zähnen, Körper und Psyche können chronische Erkrankungen verursachen
Wie in anderen Gebieten der Medizin gibt es auch im Bereich der Zahnheilkunde Befürworter einer ganzheitlichen Sicht und Behandlung von Erkrankungen. Ganzheitlich arbeitende Zahnmediziner gehen davon aus, dass die Zähne in einer engen Beziehung zum Gesamtorganismus stehen. Für eine langfristig erfolgreiche Behandlung müssen die vielfältigen Wechselwirkungen, die zwischen den Zähnen, dem übrigen Körper und der Psyche bestehen, berücksichtigt werden.
Aus Sicht der alternativen Zahnmedizin sind Karies, Zahnbetterkrankungen (z. B. an Zahnfleisch, Zahnwurzel) und Kieferanomalien keine isolierten und eigenständigen Krankheiten, sondern lediglich Symptome einer auf gemeinsamen Ursachen beruhenden Allgemeinerkrankung.
Die Lebensgewohnheiten beeinflussen auch die Zahngesundheit
Die Ursachen sind vorwiegend in krank machenden Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu suchen: Fehlernährung, Bewegungsmangel, Fehlatmung und seelische Probleme. Daher fordern ganzheitliche Zahnmediziner neben der Mundpflege (siehe Kasten auf Seite 2) noch eine Reihe weiterer Vorbeugemaßnahmen.
In der Praxis eines ganzheitlich orientierten Zahnarztes kommen daher neben den klassischen Methoden der Zahnmedizin noch zahlreiche diagnostische und therapeutische Verfahren aus der Natur- und Erfahrungsheilkunde zum Einsatz.
Die 6 Grundlagen für eine erfolgreiche Vorbeugung:
- vollwertige, möglichst naturbelassene Ernährungsweise
- unbelastete und vitalstoffreiche Kost
- richtige Atmung
- ausreichend Bewegung
- Berücksichtigung der biologischen Rhythmen (z.B. Aktivität, Schlaf)
- sinnerfüllter, der Selbstverwirklichung dienender Lebenswandel
Zahnerkrankungen werden mit Elektroakupunktur und Kinesiologie nachgewiesen
In der Diagnose setzen ganzheitliche Zahnmediziner neben Röntgenuntersuchungen auf Techniken wie beispielsweise die so genannte Elektroakupunktur nach Voll. Bei dieser Diagnosemethode wird eine Stiftelektrode auf die Gesichtshaut über dem zu untersuchenden Zahn gesetzt. Dabei wird der elektrische Widerstand der Haut gemessen. Die Höhe des Widerstands soll Aufschluss darüber geben, ob der Zahn krank ist.
Ähnlich funktioniert der so genannte Vega-Test, mit dem galvanische Mundströme gemessen werden. Er dient unter anderem dem Aufspüren sanierungsbedürftiger Zähne.
Eine weitere diagnostische Methode der ganzheitlichen Zahnmedizin ist die Kinesiologie. Die Anwender gehen davon aus, dass die sorgfältige Beobachtung von Muskelreaktionen des Patienten dem behandelnden Arzt zeigt, wo Blockaden und Unausgewogenheiten das Befinden beeinträchtigen.