Vorsorge und Behandlung: Mundkrebs-Vorsorge
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Bei jedem Termin untersucht Sie Ihr Zahnarzt auf Mundhöhlenkrebs, indem er Ihren Hals und Ihre Wangen betastet, Ihre Mundschleimhaut inspiziert und unter Ihrer Zunge nachschaut. Da Sie nie geraucht haben, fragen Sie sich, ob die regelmäßige Krebsvorsorge bei jedem Zahnarztbesuch wirklich notwendig ist.
Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Pathologen erkranken in Deutschland jährlich über 7.600 Männer und etwa 2.900 Frauen neu an Mundhöhlenkrebs. Wenn die Krebserkrankung im Frühstadium erkannt wird, ist sie potenziell heilbar. Etwa die Hälfte aller Patienten mit Mundhöhlenkrebs verstirbt innerhalb von 5 Jahren nach der Erstdiagnose.
Ihr Zahnarzt sollte deshalb bei jedem Termin eine Krebsvorsorgeuntersuchung vornehmen - auch dann, wenn Sie nie geraucht haben. Die ist besonders wichtig, wenn Sie über 40 Jahre alt sind, da der Mundhöhlenkrebs meist ab diesem Alter auftritt.
Tumore im Mundraum entwickeln sich in der Regel bei Menschen, die Tabakprodukte verwenden (Rauchen und Kauen). Zu den weiteren Risikofaktoren gehören übermäßiger Alkoholkonsum, besonders in Verbindung mit Tabak, ultraviolettes Licht sowie eine chronische Reizung der Mundschleimhaut durch ungleichmäßige, zackige Zähne oder unzureichende Zahnbürsten.
Ihre Krankenkasse zahlt die Mundkrebsvorsorge
Wenn der Tumor rechtzeitig entdeckt wird, erhöhen sich die Chancen einer erfolgreichen Behandlung - dazu gehört zum Beispiel Krebs der Lippen, des Mundraumes, der Zunge, des Zahnfleisches und der Speicheldrüsen. Wenn Sie Veränderungen der Mundschleimhaut oder im Rachenraum spüren, sollten Sie Ihren Hausarzt oder Zahnarzt darauf aufmerksam machen. Jede entzündete Stelle, die nicht abheilt, Unebenheiten sowie weiße, rote oder dunkle Flecken sollten umgehend untersucht werden.
Die frühe Entdeckung von Mundhöhlenkrebs kann schwierig sein, da sich der Krebs in seinen frühen Stadien häufig in kleinen, schmerzlosen Stellen oder Entzündungen äußert. Die in der Regel späte Entdeckung von Mundhöhlenkrebs bedeutet, dass die 5-Jahresüberlebensrate nur bei 40% liegt.
Die Mundhöhlenkrebs-Früherkennung beim Zahnarzt erfolgt in der Regel über einen Abstrich. Mittels einer Bürste werden vom Patienten Mundschleimhautzellen aus verdächtigen Stellen entnommen und auf auffällige Zellentartungen untersucht. Die Untersuchung zur Mundhöhlenkrebsdiagnostik wird von den Krankenkassen übernommen.