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Kontrollieren Sie Ihre Mundschleimhaut regelmäßig

von Sylvia Schneider

Krebserkrankungen von Mundhöhle, Kiefer oder Rachen gehören weltweit zu den zehn häufigsten Tumoren. Zunehmend sind auch jüngere Menschen davon betroffen, da unter ihnen ganz besonders viel geraucht wird. Die Diagnose trifft die Erkrankten besonders hart, wenn das Leiden nach außen hin sichtbar oder das Gesicht durch eine Operation entstellt wird. Das kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Zumal das Zusammensein mit anderen Menschen nach einem solchen Eingriff erschwert sein kann, wenn Sprechen, Kauen oder Schlucken nur noch eingeschränkt möglich sind.

Rauchen und Alkohol sind die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Tumors in der Mundhöhle. Je nach Tabak- oder Alkoholmenge wächst die Krebsgefahr etwa um das fünfzehnfache verglichen mit Menschen, die weder rauchen noch trinken. Besonders gefährlich sind sehr starke oder filterlose Zigaretten.

Weitere Risikofaktoren sind chronisch wunde Stellen an der Mundschleimhaut, wie sie durch scharfe Zahn- oder Kronenkanten entstehen können, eine allgemein nachlässige Zahnhygiene, chronische Pilzerkrankungen im Mund (Candida albicans), Papillomaviren, die für die Entstehung von Warzen verantwortlich sind sowie eine antioxidanzienarme Ernährung mit wenig Obst, Gemüse, Milch und Vollkornprodukten.

Folgende Symptome sollten Sie vom Zahnarzt abklären lassen:

  • weißliche, rötliche oder weißlich-rötliche Stellen im Mund, die nicht abwischbar sind und sich härter anfühlen als die Mundschleimhaut normalerweise (das sind so genannte Leukopathien, die in einen Krebs der Schleimhaut übergehen können)
  • chronisch wunde Stellen im Mund
  • wunde Stellen, die nach 14 Tagen nicht verschwunden sind
  • leicht blutende Wunden
  • Schluckbeschwerden
  • Sprechbehinderung oder Schmerzen beim Sprechen
  • „Kloßgefühl“ im Bereich des Mundbodens oder der Zunge
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • länger bestehender Mundgeruch.

Bei Ihrem halbjährlichen Zahnarztbesuch sollte Ihr Zahnarzt nach den beschriebenen Symptomen fahnden. Sie selbst sollten ebenfalls ab und an Ihren Mundschleimhaut inspizieren – insbesondere wenn Sie rauchen oder häufig dem Alkohol respektive härteren Getränken zusprechen. Wenn Ihr Zahnarzt diese Kontrolle nicht durchführt, sprechen Sie ihn darauf an und bitten Sie ihn darum. Er sollte sich dabei auch anschauen, ob Sie sich korrekt die Zähne putzen und Ihnen gegebenenfalls zeigen, wie Sie es richtig machen.

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