Zahnmedizin
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Wie Sie Ihr strahlendes Lächeln ein Leben lang behalten
„Es war das Jahr 1955 und ich war damals 9 Jahre alt. Seit 2 Tagen schon lag mein Vater an einem normalen Werktag auf der Couch und krümmte sich vor Schmerzen. Er konnte weder essen noch trinken. Das war das einzige Mal in meiner Erinnerung, dass er nicht zur Arbeit ging. Und das alles nur, weil ihm der Zahnarzt alle Zähne gezogen hatte und er ein neues Gebiss bekam.“
Zum Glück hat sich im Verlauf von nur einer Generation in Deutschland die Mundhygiene und vor allem das Bewusstsein gegenüber gesunden Zähnen stark verändert. Heute wird nicht nur bei Kindern Prävention betrieben. Seit Mitte der 1990er Jahre propagiert die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) das Konzept „Prophylaxe ein Leben lang“.
Außerdem hat es – wie in vielen Bereichen der Medizin - auf dem Gebiet der Zahnmedizin entscheidende Verbesserungen gegeben. Zähne zu verlieren schien einst ein unvermeidbares, fürchterliches Schicksal, das zum Altern gehörte. Die heutigen Fortschritte in der Prävention und Behandlung von Erkrankungen des Zahnfleischs und Zahnhalteapparates sowie von Karies haben dazu geführt, das etwa 70% der über 65-Jährigen noch über eigene Zähne verfügen.
Zahnärzte können außerdem heute mit Hilfe neuer Dentaltechniken beschädigte oder fehlende Zähne durch naturgetreu aussehende und funktionierende Substanzen oder Prothesen reparieren oder ersetzen. Dennoch sind dauerhaft gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch keine Selbstverständlichkeit. Gründliches Zähneputzen, Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide, eine angemessene Fluoridversorgung und die regelmäßige Zahnkontrolle durch einen Zahnarzt tragen dazu bei, die Mundgesundheit zu erhalten. Das gilt besonders für ältere Menschen. Denn durch die altersbedingten Veränderungen können die Zähne anfälliger für Zahn- und Zahnfleischerkrankungen werden.
Mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen, die noch ihre natürlichen Zähne besitzen, ist es wichtiger als je zuvor, die Bedeutung der Zahnpflege hervorzuheben. Mit Hilfe Ihres Zahnarztes oder Dentalhygienikers können Sie Ihre Zähne ein Leben lang gesund erhalten.
Ein Zahn besteht aus mehreren Schichten
Sprechen, essen, küssen oder lächeln – der Mund erfüllt im menschlichen Körper die vielfältigsten Funktionen. Von seinen vielen Aufgaben ist das Abbeißen, Kauen und Schlucken von Nahrung die wichtigste. Die Hauptarbeit übernehmen dabei die Zähne.

Jeder Zahn – die meisten Menschen besitzen 32 – kann in 2 Bereiche unterteilt werden. Der sichtbare Teil des Zahns ist die Krone. Unter dem Zahnfleisch verborgen liegt die Wurzel. Die Oberfläche einer gesunden Krone ist von Zahnschmelz umhüllt, einem dünnen kalkhaltigen Material. Zahnschmelz ist die härteste Körpersubstanz. Die äußere Oberfläche der Wurzel ist von Zement (Cementum) umgeben, der nicht so hart wie der Zahnschmelz ist. Ein spezielles Bindegewebe, auch Wurzelhaut oder Periodontium genannt, verbindet den Wurzelzement mit dem Knochen, der die Zahnhöhle bildet.
Unter der Zahnschmelz- beziehungsweise Zementschicht liegt das Zahnbein, auch Dentin genannt. Dentin ist nicht so hart wie Zahnschmelz oder Zement, aber härter als Knochen. Es umhüllt das gesamte hohle Innere eines Zahns, den Zahnmarkkanal oder Zahnwurzelkanal. Es wird von Nervenendigungen durchzogen, die den Zahn sensibilisieren und von Blutgefäßen, die ihn ernähren. Nerven und Gefäße können durch eine Öffnung an der Wurzelspitze ins Zahnmark hinein wachsen.