Wut schadet Ihrer seelischen Gesundheit
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. Juli 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
gehören Sie zu denjenigen, die immer gleich einschnappen, wenn ihnen etwas nicht passt oder sie sich ungerecht behandelt fühlen? Liegen Sie hin und wieder sogar auf der Lauer, um sich als beleidigte Leberwurst abzureagieren, wenn Ihnen irgendetwas oder -jemand die Petersilie verhagelt hat? Schmieden Sie schnell Rachegedanken? Denken Sie öfter daran, es jemanden anderes mal ordentlich heimzuzahlen, wenn er Ihnen auf die Füße getreten ist? Gehen Sie hoch wie eine Handgranate, wenn Sie sich von anderen gerüffelt fühlen?
Übereinstimmend haben viele Forscher festgestellt, dass es Ihnen gar nicht so wohl tut, wie Sie womöglich glauben, wenn Sie Ihre negativen Gefühle in die Welt hinausschreien. Die viel gespriesenen „reinigenden Gewitter" bringen Ihnen so gut wie gar nichts. Denn ähnlich wie sich gute Gefühle im Schneeballsystem vermehren, tun dies negative Emotionen wie Wut und Aggressionen auch. Wenn schon eine Lappalie ausreicht, um Sie rasend zu machen, wirkt sich das nicht nur nachhaltig auf Ihre Laune aus, sondern ebenfalls auf die Chemie Ihres Körpers.
Jede negative Gefühlsregung wie Aufregung, Ärger und Stress provoziert eine Ausschüttung von Hormonen, die Ihren Körper in einen Alarmzustand versetzen. Wenn Sie sich weiter in Ihre Wut hineinsteigern, verstärken Sie das Hormonchaos. Die Hormone marodieren durch Ihren Körper und schädigen ihn. Zudem kosten Konfrontationen eine Menge Energie. Wenn Sie sich bei jeder Gelegenheit über die Maßen aufregen und die Auseinandersetzung suchen, erschöpfen Sie sich selbst und investieren Ihre Kraft an der falschen Stelle.
Wie Sie besser mit Ihrer Wut umgehen, erfahren Sie im nächsten Beitrag.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von ruth (30.07. 2009 12:01 Uhr):
Persönlich denke ich, Wut ablassen, ist gesund. Es vertreibt die Wolken und lässt die Sonne wieder scheinen. Andererseits, wenn man eine Wut hat, die sich über Wochen hinzieht, wird man gesundheitlich geschädigt. Mein Vater hatte ein Missgeschick vor 20 Jahren, dass sich über Monate hinweg streckte. Ich hatte in einem anderen Fall vor 4 Jahren eine schlimme Erbschaftsgeschichte, die sich auch über fast ein Jahr hinwegzog. Beide, mein Vater und ich, erkrankten innert ein paar Monaten an Artheriosklerosis. Er war überzeugt, und so bin ich, dass diese Krankheit von diesem monatelangen Ärger kam. Ich hoffe ich kann damit anderen Leuten helfen. und beweisen, dass es sich nicht lohnt sich zu ärgern. Lieber ein bisschen weniger, und dafür gesund. Grüsse Ruth
Antworten - Kommentar von Dieter Rumpf (30.07. 2009 12:27 Uhr):
Ich kann Ihre Ausführungen über die Wirkungen von Wut auf die Psychosomatik aus Erfahrung vollauf bestätigen. Ich sage im Streitfall meine Meinung und lasse die Anderen dann tun, was sie für richtig halten. Wenn sie dann Mist bauen, geht das dann nur sie selbst etwas an. Ich muß mir einfach nicht mehr alles antun.
Antworten - Kommentar von Andrea de la Rosee (04.08. 2009 16:16 Uhr):
Es ist so schade, daß es vielen Menschen nicht bewußt ist, was Sie in dem Beitrag über Umgang mit Wut schreiben. Die Welt wäre um so vieles reicher, wenn die Menschen sich nicht über jeden und alles aufregen würden!
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