Wurmtherapie und Stuhltransplantation: Zukünftige Behandlung bei CED?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. November 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
in der Naturheilkunde sind zwei „anrüchige" Behandlungsmethoden für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) in den Blickpunkt geraten: der Einsatz von Würmern und menschlichem Kot. Beides soll die Darmentzündungen wirksam zum Rückzug bringen. Allerdings ist die Wirksamkeit nur in ersten kleineren Studien nachgewiesen worden: Joel Weinstock von der Tufts Universität in Summerville testete in einer kontrollierten Studie die Wurmtherapie an 52 Colitis-ulcerosa-Patienten. Sie nahmen über ein Vierteljahr lang jede zweite Woche 2.500 Eier des Schweinepeitschenwurms ein. Die Würmer schlüpfen im Darm, geben dort heilende Substanzen ab und werden auf natürliche Weise wieder ausgeschieden. Bei 45 Prozent der Teilnehmer konnte eine Besserung des Leidens erzielt werden. In einer australischen Untersuchung konnte bei fünf von neun Morbus-Crohn-Patienten durch die Wurmeier eine Heilung erzielt werden. Das Abwehrsystem des Körpers wird durch bestimmte Schleimstoffe der Würmer dazu angeregt, in bestimmten Abschnitten des Darms besser zu arbeiten und die Entzündung auszuheilen. Eine bundesweite Studie soll jetzt den Erfolg der Wurmtherapie belegen,
Doch Achtung: Die derzeit meist im Internet zur Wurmtherapie angebotenen Wurmeier werden noch nicht auf den Befall von Krankheiten wie Hepatitis und HIV getestet. Sie stellen somit ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Im Erprobungsstadium befindet sich auch die Stuhltransplantation. Die Wirkung dieser zunächst unappetitlich anmutenden Methode beruht darauf, dass die gesunde Darmflora aus dem Darm eines anderen Menschen in den Darm der an einer CED erkrankten Person eingebracht und damit die Darmflora wieder in einen normalen Zustand versetzt wird. Die Stuhlspender werden vorher auf bestimmte Krankheitserreger hin untersucht. Dann wird aus ihrem Stuhl eine dickflüssige Masse hergestellt, die der Arzt in den kranken Darm einbringt. Danach ist für einige Stunden Bewegungslosigkeit mit Bettruhe angesagt. Der nachhaltige Erfolg dieser Methode konnte 2010 in zwei Studien nachgewiesen werden.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wolfram Eggert (06.12. 2011 13:50 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, eine ganz einfache Methode sich von derartigen Erkrankungen zu befreien findet man, indem man sich des Links bei Google unter MMS bedient. Alles nachlesen und die vielfältigen Berichte von Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten intensiv durchliest. Bislang sind dieses leider immer noch wirksame "Geheimtips". Alles dazu erforderliche kann man bequem über Internet preiswert beziehen. Mit freundlichen Grüßen Wolfram Eggert
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