Windpockenimpfung beugt Gürtelrose vor
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Gürtelrose
vom 30. Oktober 2008, 16:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin, lieber Leser,
seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommision des Robert-Koch-Institutes für alle Kinder und Jugendlichen die Impfung gegen Windpocken. Meine Leserin Annette R. möchte wissen, ob diese Impfung auch vor einer Gürtelrose schützt.
Eine Gürtelrose entsteht, wenn in der Kindheit eine Windpockeninfektion stattgefunden hat. Die Viren ziehen sich zurück und können Jahre, sogar Jahrzehnte in Nervenzellknoten in der Nähe des Rückenmarks überdauern. Hier schlafen" sie so lange, bis das Immunsystem geschwächt ist. Dann können sie wieder aktiv werden. Durch diese Aktivierung kommt es zu Nervenschäden und starken Schmerzen. Das Virus wandert in die Haut, so entsteht der Ausschlag, der die Gürtelrose kennzeichnet.
Da die Impfung, die seit vier Jahren empfohlen wird, eine Windpockenerkrankung verhindert, können die Viren sich nicht im Körper festsetzen. So wird dann auch die Entstehung der Gürtelrose verhindert.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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