Wildkräuter wirken gesundheitlich besonders effektiv

in Naturmedizin aktuell zum Thema Borretsch
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Schon Geruch und Geschmack der Wildkräuter lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen, denn die meisten gehören zu den Bitterpflanzen. Ich bin ein ganz großer Fan von Bitterpflanzen und finde es sehr schade, dass beispielsweise aus vielen Salaten die Bitterstoffe herausgezüchtet wurden. Sie haben eine Vielzahl gesundheitlicher Vorzüge. So sorgen sie bereits in Ihrem Mund für eine gute Vorverdauung und Ihr Magen kann die Mahlzeit leichter aufschlüsseln. Mit ihren Faseranteilen pflegen und reinigen die Wildpflanzen Ihre Magen- und Darmschleimhäute. Sie verbessern die Aufnahmefähigkeit Ihres Körpers für wichtige Nährstoffe. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in geballter Ladung. Nahezu alle Wildkräuter regen den Stoffwechsel an und wirken blutreinigend. Ätherische Öle und andere Biostoffe machen Ihnen Appetit und die Speisen leichter verdaulich. Sie senken den Blutdruck, stärken die Abwehr und töten Bakterien. Und: Sie schmecken überaus lecker. Möglicherweise müssen Sie sich allerdings zunächst an den bitteren Geschmack gewöhnen, um ihn dann nicht mehr missen zu wollen.


In der Küche können Sie die Wildkräuter behandeln wie die anderen Kräuter auch. Roh schmecken sie oft kräftiger als ihre Verwandten aus dem Garten. Einige Kräuter können Sie wie Spinat zubereiten. Das Wunderbare an Wildkräutern ist, dass Sie keine aufwendige Zubereitung brauchen. Sie können alle frisch als Salat genossen werden und entfalten sofort ihre Heilkräfte. Bereiten Sie die Kräuter möglichst rasch zu. Legen Sie sie für kurze Zeit in Salzwasser, dann können Keime, kleine Schnecken, Insektenlarven oder Eiablagen abgetötet und herausgeschwemmt werden. Dann unter fließendem Wasser behutsam abduschen und vorsichtig sehr trocken schleudern

Aber Achtung: Wenn Sie zu den zwar romantischen, aber botanisch Unerfahrenen zählen, sollten Sie zum Sammeln in freier Wildbahn einen kundigen Menschen mitnehmen, Ihre Kräuter  lieber auf dem Markt einkaufen oder bei einem Kräuterspezialversand bestellen. Sammeln Sie auf jeden Fall nur solche Kräuter, die Sie ohne Zweifel bestimmen können. Pflücken Sie auch in der freien Wildbahn nie zu viel von einer Pflanze, damit sie sich erholen und nachwachsen kann.  


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von Traudel

Sehr geherte Damen und Herren, über ein paar Namen von Wildkräutern hätte ich mich gefreut! Im Garten habe ich Melisse, Giersch (im Topf) und im Garten meiner Tochter ausreichend Brennesseln. Ansonsten ist mir noch Löwenzahn bekannt. Ist Ihrerseits eine Ergänzung möglich? Danke - Mit freundlichem Gruß Traudel

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