Wildkräuter bieten Ihnen eine ganze Apotheke an Heilwirkungen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Wildkräuter
vom 8. April 2008, 11:50 Uhr
GNL5356
Schon Geruch und Geschmack der Wildkräuter lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sie sorgen sie bereits im Mund für eine gute Vorverdauung und der Magen kann die Mahlzeit leichter aufschlüsseln. Mit ihren Faseranteilen pflegen und reinigen die Wildpflanzen die Magen- und Darmschleimhäute. Sie verbessern die Aufnahmefähigkeit für wichtige Nährstoffe. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in geballter Ladung.
Nahezu alle Wildkräuter sind reich an gesunden Bitterstoffen und regen den Stoffwechsel an. Darüber hinaus wirken sie blutreinigend. Ätherische Öle und andere Biostoffe machen Appetit und die Speisen besser verdaulich. Sie senken den Blutdruck, stärken die Abwehr und töten Bakterien. Und: Sie schmecken überaus lecker.
In der Küche können Sie die Wildkräuter behandeln wie die anderen Kräuter auch. Roh schmecken sie oft kräftiger als ihre Verwandten aus dem Garten, manchmal auch etwas bitter. Einige Kräuter können Sie wie Spinat zubereiten. Das Wunderbare an Wildkräutern ist, dass Sie keine aufwendige Zubereitung brauchen. Sie können alle frisch genossen werden und entfalten trotzdem ihre Heilkräfte. Bereiten Sie die Kräuter möglichst rasch zu. Legen Sie sie für kurze Zeit in Salzwasser, dann können Keime, kleine Schnecken, Insektenlarven oder Eiablagen abgetötet und herausgeschwemmt werden. Dann unter fließendem Wasser abduschen und vorsichtig trocken schleudern.
Mein Tipp: Wenn Ihnen die Bitterstoffe anfangs ungewohnt sind und schnell zu intensiv werden, nehmen Sie einen neutraleren Salat wie Kopfsalat oder Batavia als Grundlage und mischen Sie die Wildkräuter dort hinein. Grundsätzlich vertragen Wildkräuter meiner Erfahrung nach eine etwas kräftigere Salatsauce mit etwas Senf und einem sehr guten Essig.