Wie Sie von der Meditation profitieren
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 1. Juni 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Auf dem Yoga- und Meditationsmarkt tummeln sich viele unterschiedliche Anbieter, die verschiedene Formen von Yoga und Meditationsmethoden anbieten - manchmal auch unter Phantasienamen. Es befinden sich seriöse Lehrer darunter, aber auch Scharlatane. Deshalb sollten Sie sich vorher genau überlegen, was Sie für sich erreichen wollen und wie Sie dafür einen seriösen Anbieter finden. Denn es ist sinnvoll, dass Sie sich die Übungen zunächst von einem erfahrenen Lehrer zeigen lassen, bevor Sie diese zuhause allein für sich machen.
Die innere Sammlung und Versenkung der Meditation wird in der Regel eingeleitet, indem Sie sich auf eine Sinnesempfindung konzentrieren. Das kann ein Bild oder Merksatz (Mantra) sein, das Hören monotoner Geräusche, das Hineinspüren in gewisse Körperteile oder das Empfinden der Wärme aus der Mitte Ihres eigenen Bauches. Bewusstes Atmen und konzentriertes Entspannen verändern die Blutversorgung in Ihrem Gehirn und führen zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit. Die Ausschüttung von Stresshormonen wird gedrosselt.
Das konzentrierte Wiederholen eines Gebets oder Mantras, bewirkt eine Tiefenentspannung, eine Loslösung vom Alltag und kann dazu führen, sich mit einer höheren Macht oder Energie verbunden zu fühlen. Meditation reinigt nicht nur die Seele, sie ist auch gut für das körperliche Wohlbefinden. Die Andacht sorgt beispielsweise dafür, dass die Atmung ruhiger und gleichmäßiger wird. Der Sauerstoffbedarf verringert sich um bis zu einem Drittel. Der Hautwiderstand nimmt zu, das ist ein deutliches Zeichen für Entspannung. Das wirkt sich positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Das gilt im Übrigen auch für das christliche Beten: Das Aufsagen eines Rosenkranzes verringert die Atemfrequenz auf sechs Atemzüge pro Minute und bringt so Ihren gesamten Organismus zur Ruhe.