Wie Sie als chronisch Kranker vom Internet profitieren
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18. März 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Besonders chronisch Kranke machen sich zunehmend im Internet schlau und suchen sich zusätzlich zum Rat des behandelnden Arztes hier Informationen und Hilfe. Sinnvoll kann die Online-Beratung sein, wenn es um neue Informationen über Symptome und neue Behandlungsmethoden geht. Auch die Arztsuche oder der Kontakt zu Selbsthilfegruppen sind durchaus hilfreich. Die Heidelberger Forschergruppe um Gunter Eysenbach fand in ihren Untersuchungen heraus, dass die chronisch Kranken vor allem den Austausch mit anderen Betroffenen suchen: "Sie wollen sich online mit Leidensgenossen über ihren Diabetes oder ihr Rheuma austauschen, eine zweite Meinung einholen oder neue medizinische Therapien aufspüren." Auch für kranke Kinder, Familienangehörige und Freunde wird im Internet Ausschau nach Hilfe gehalten.
Den Ärzten sind dabei durch ihre Berufsordnung gewisse Grenzen gesetzt. Sie dürfen im Internet - sprich: ohne Untersuchung - keine Diagnose stellen und keine Therapien empfehlen. Der Internet-Kontakt mit einem Arzt kann weder den persönlichen Kontakt noch eine gründliche Untersuchung ersetzen. Bei den Cyber-Docs ist Seriosität logischerweise genauso gefragt wie beim „echten" Arzt. Doch gerade da liegt der Hase im Pfeffer: Im virtuellen Gesundheitsmarkt ist es schier unmöglich, zwischen Kurpfuschern und seriösen Ratgebern zu unterscheiden. Deshalb: Bleiben Sie auf der Hut!