Wie sehr stresst Sie die Reisevorbereitung?

in FITcoach Wessinghage
vom


Viele Menschen können schlecht abschalten. Damit steht in den Ferien ihre Erholung auf dem Spiel. Selbst am Wochenende schafft es nur jeder Zweite, sich zu entspannen. Erholung tritt meist nicht von selbst ein, sie muss geplant und gemanagt werden. Dann kann auch der Krach mit dem Partner oder dem Rest der Familie vermieden werden.


Die Reisezeit ist angebrochen und den meisten stehen die vermeintlich schönsten Tage des Jahres bevor. Allerdings tun sich viele schwer damit, denn sie halsen sich bis zur letzten Sekunde ein immenses Arbeitsprogramm auf und sind im Urlaub nicht in der Lage abzuschalten. Manche brechen völlig geschafft zusammen, andere kehren genervt und nicht die Spur erholt heim. Das ließe sich bei besserer Planung alles vermeiden, glauben Psychologen.

Der Urlaubsstress fängt schon vor den Ferien an: Die Zeit davor ist für fast alle Berufstätigen meist wesentlich anstrengender als Job, Kinder und Alltagsarbeit zusammen. Am Arbeitsplatz müssen oft noch viele Dinge erledigt, zu Hause die Vorbereitungen getroffen, die letzten Kleidungsstücke gebügelt, die Rucksäcke für die Kinder bestückt, die Nachbarn verständigt, der Rasen noch mal gemäht, Mieze und Wuff weggebracht und die Koffer gepackt werden. "Nie wieder Urlaub" - das haben Sie sicher auch schon häufiger direkt vor Ferienbeginn gestöhnt.

Statt mit Ferienbeginn den "Papierkorb im Kopf" zu leeren und endlich zu entspannen, kreisen die Gedanken darum, was unerledigt noch auf der To-do-Liste stehen-, in Garten oder Haushalt liegen geblieben ist. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt: 3 von 4 Menschen schieben Ihre Erholungsphasen immer wieder auf oder verzichten ganz auf Auszeiten. Dazu gehören besonders häufig Frauen. Die Folge: Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Burnout. Das trifft Haus- und Berufsfrauen gleichermaßen. 

Trotz der Belastung meinen viele irrtümlicherweise, dass sie sich ihre Erholung bis zum Urlaub aufsparen können. Doch das plötzliche Umschalten von Hektik und Chaos auf süßes Nichtstun funktioniert nicht. Das führt zu neuem Leiden, sinnigerweise von Psychologen Liegestuhl-Depression genannt. Die Akkus wollen sich einfach nicht mehr aufladen, nicht einmal im Urlaub. Die Unfähigkeit abzuschalten, geht bei manchen soweit, dass sie in ihrer Freizeit - sprich: auch dem Urlaub - regelmäßig krank werden.


von
Helmut Erb

Erfahren Sie hier mehr über Helmut Erb - unserem Sportexperten und Chefredakteur von Fit in 8 Minuten.

 
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