Weshalb Ihnen ein großzügiger Dispo auch schaden kann
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 4. Juni 2009, 10:00 Uhr
GNL5356
nehmen Sie Ihren Überziehungskredit eigentlich häufig und in voller Höhe in Anspruch? Wenn nicht, sollten Sie Ihn herunter setzen lassen, damit sich niemand daran gütlich tun kann. Wer das sein könnte, lesen Sie gleich.
Ferner: Schmerz lass nach! So wird Ihr Rücken wieder fit. Und: Schmerzen nach der OP? Keine Chance auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld, schließlich mussten Sie vorher eine Einverständniserklärung unterschreiben.
Viel Spaß beim Lesen!
Dr. Dietmar Kowertz
Weshalb Ihnen ein großzügiger Dispo auch schaden kann
Da sind die Banken nicht zimperlich: Rund 3 Monatsgehälter räumen sie ihren Kunden als Dispokredit ein. Ein gutes Geschäft für die Banken, denn die Zinsen liegen hier meist im zweistelligen Bereich. Doch Vorsicht: Wenn das Finanzamt Forderungen an Sie hat, kann es, nach Wahrung bestimmter Fristen und Mahnstufen, die Steuerschuld von Ihrem Konto pfänden. Und zwar bis zur vollen Höhe Ihres Dispokredits! Dann wird der komfortable Rahmen schnell zur kostentreibenden Schraubzwinge.
Wenn Sie also nicht wollen, dass sich der Fiskus im Fall des Falles von Ihrem Konto bedient und Sie den Dispo-Rahmen ohnehin kaum benötigen, sollten Sie Ihren Dispokredit tunlichst auf einen geringeren Betrag herabsetzen lassen. Aktenzeichen BGH IX ZR 34/00