Wertvolle Krankheitshinweise schlummern im Urin
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 10. Juni 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Urin nimmt jedoch auch in unserer westlichen ärztlichen Diagnostik einen großen Stellenwert ein. Denn aus den Abbaustoffen des Stoffwechsels können wertvolle Hinweise auf Krankheiten gewonnen werden - oft noch bevor sich die ersten Symptome zeigen. In einer normalen Urinprobe befinden sich bis zu 2.000 verschiedene Biomarker, die auf bestimmte Erkrankungen hindeuten können. Damit lassen sich beispielsweise Erkrankungen der Nieren nachweisen. Auch Diabetes oder eine Dehydrierung des Körpers (etwa wenn Sie nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen) können so in einer frühen Phase erkannt werden.
Die normale Untersuchung des Harns per Teststreifen ist einfach, unbelastend für den Patienten und preiswert. Das Ergebnis liegt meist blitzschnell vor und ist aussagekräftig. Mit den Teststreifen lassen sich beispielsweise rote Blutkörperchen nachweisen, wenn es zu einer Blutung der Harnwege gekommen ist. Weiße Blutkörperchen zeigen eine Infektion im Körper an. Erhöhte Eiweißwerte können ebenfalls mit einem Teststreifen nachgewiesen werden. Sie deuten unter anderem auf eine Nierenerkrankung hin.
Bei bestimmten Erkrankungen finden sich vermehrt Stoffe im Urin, die dem Körper auf keinen Fall wieder zugeführt werden sollten. Auch wenn Sie bereits bestehende Krankheiten haben, ist die Eigenurin-Therapie absolut tabu für Sie.
Der im Urin enthaltene Harnstoff (Urea) wird als bewährtes Mittel zur Entzündungshemmung in Salben, Cremes und Lotionen verwendet. Diese werden bei trockner Haut, Hautreizungen und -entzündungen eingesetzt. Seine Wirkung ist für diese Indikation durch klinische Studien anerkannt.
Übrigens: Rot gefärbter Urin muss nicht unbedingt auf eine blutige Entzündung hinweisen. Auch das Betacyanin und Carotin aus der Roten Bete verfärben den Harn. Der Genuss von Spargel hingegen hinterlässt bei den meisten Menschen in Windeseile seine typische Duftnote im Urin.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Volker Specht (10.06. 2010 07:24 Uhr):
Auch wenn Sie bereits bestehende Krankheiten haben, ist die Eigenurin-Therapie absolut tabu für Sie. Damit ist die Eigenurin-Therapie ad absurdum geführt. Was soll dann noch behandelt werden? Volker Specht
Antworten - Kommentar von Christa Schier (04.07. 2010 18:31 Uhr):
Ich benutze die Teststreifen zur Kontrolle für meinen Urin ichhabe Eiweiß´und Blut im Urin.Bei Kontrolle beim Arzt ist alles in Ordnung.Ist die Ausage der Teststreifen immer richtig. Oder ist eine Beeinflußnung durch Nahrungsmittel möglich? Danke! Christa Schier!
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