Werden Sie Spazierhelfer, wenn Sie anderen etwas Gutes tun wollen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 05.12.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Adent ist ja bekanntlich auch die Zeit der Spenden und guten Taten. Letztere müssen nicht unbedingt Geld kosten. Oft reicht eine liebevolle Zuwendung zu denen, die es brauchen können, aus. In der Fachzeitschrift „Medical Tribune“ entdeckte ich jetzt eine prima Idee, die ich unbedingt an Sie weitergeben möchte: Werden Sie Spazierhelfer oder Spazierhelferin. Bieten Sie älteren Mitbewohnern an, mit ihren spazieren zu gehen. Das ist ein Segen für diejenigen, die niemanden haben, mit dem sie mal an die Luft gehen können oder jene, die sich allein zu unsicher auf den Beinen fühlen.
In einer Studie der Universität Marburg wurden Heimbewohnern Spazierhelfer an die Seite gestellt, um sie beim regelmäßigen Rundendrehen zu begleiten. Das wurde von den älteren Herrschaften begeistert angenommen. 90 Prozent wollten eine solche Begleitung gern weiterhin in Anspruch nehmen. Rund 65 Prozent fand derartige begleitete Spazierrunden dreimal pro Woche für eine dreiviertel Stunde ideal. Muskelkraft, die Atem- und Kreislaufkapazität der Teilnehmer hatten zudem während der Zeit der Studie deutlich zugenommen. Die Forscher vermuten, dass sich durch die Spazierhelfer auch die Zahl der Depressionen und der Stürze mit nachfolgendem Krankenhausaufenthalt und möglichem Todesfall reduzieren lässt.
Wäre das nicht ein Anreiz für Sie, einer alten Dame oder einem alten Herrn über die Runden zu helfen?