Wer sich entschuldigt, wahrt sein Gesicht
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 24. März 2009, 10:00 Uhr
GNL5356
Niemand ist unfehlbar: Wer dies eingesehen hat, dazu steht und sich gegebenenfalls für seinen Fehler entschuldigt, trägt viel dazu bei, eine Missstimmung oder ein gestörtes Miteinander -beruflich oder privat - wieder aus der Welt zu schaffen.
□ Wichtig: Ihre Entschuldigung muss ehrlich sein! Nur weil es jemand von Ihnen erwartet oder weil Sie nachteilige Konsequenzen fürchten, sich aber weiterhin im Recht wähnen, sollten Sie sich nicht entschuldigen. Eine solche Entschuldigung würde sehr wahrscheinlich von der Gegenseite ohnehin als unecht durchschaut werden. Zudem würden die Ursachen des Zoffs weiter in Ihnen gären und irgendwann wieder zum Ausbruch kommen.
□ Eine wirkliche Entschuldigung kommt nur zustande, wenn sich Ihr schlechtes Gewissen meldet oder Sie sich schlecht fühlen und Sie Ihren Auftritt und Ihre Wortwahl bedauern.
□ Dann sollten Sie die Initiative ergreifen und ein Gespräch suchen, indem Sie die Fakten, die zur Auseinandersetzung geführt haben, sachlich besprechen. Gestehen Sie Ihren Fehler ohne Kompromisse und Gegenforderungen ein. Erinnern Sie an bisherige Interessen, Gemeinsamkeiten und Ziele. Sichern Sie in Zukunft einen professionellen und emotionsloseren Umgang in solchen Situationen zu.