Wenn Ihr Lebensstil zum Risiko für Ihre Gefäßwände wird
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 25. Januar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
Raucher, Diabetiker und passionierte Bewegungsmuffel trifft die periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK) am häufigsten. Diese Form der Durchblutungsstörung in den Beinen wird im Volksmund drastisch „Raucherbein" genannt. Die Arterien, die das Bein mit frischem Sauerstoff versorgen, verkalken und unterbinden den Blutfluss. Der Beginn ist schleichend, das Ende kann schlimm sein.
Wenn zu wenig Blut in die Organe und in die Muskeln strömt, ist eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht mehr gewährleistet. In den Anfangsstadien der Erkrankung kann der Körper die Mangeldurchblutung noch ausgleichen. Doch die Verengung einer oder mehrerer Arterien führt zu einem chronischen Durchblutungsmangel, der im Endstadium zu einem totalen Absterben der betroffenen Gliedmaßen - meist der Beine, gelegentlich aber auch der Arme - führen kann. Anfangs treten noch keine Beschwerden auf, doch mit zunehmender Einengung wird es beim Gehen schmerzhaft. Die Beine können auffallend kalt sein.
Treten zu Anfang nur bei Bewegung Schmerzen auf, stellen sich diese später schon in der Ruhelage ein, besonders wenn die Beine flach liegen (nächtlicher oder dauernder Ruheschmerz). Viele Betroffene beginnen nach einer Weile zu hinken. Allmählich stirbt Gewebe ab, meist an den Zehen, Knöcheln oder der Ferse. Kleine Wunden heilen nicht mehr ab, sondern werden immer größer. Oft muss das Bein am Ende amputiert werden.
Im Volksmund wird das Leiden Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) genannt, weil die Betroffenen versuchen, ihre Beinschmerzen durch häufiges Stehenbleiben zu kompensieren. Dabei begründen sie - um von ihrem Leiden abzulenken - diese Zwangspausen damit, sich Schaufenster anschauen zu wollen.
Über ein Fünftel der Bevölkerung über 55 Jahren leidet unter krankhaft verengten Beinarterien
Die Zahlen steigen drastisch. Zu über 90 Prozent sind die Beine davon betroffen. In 95 Prozent der Fälle ist eine Arteriosklerose die Ursache - eine Verkalkung der Arterien. Dabei lagern sich Cholesterin und andere Fette, Kalk und Blutplättchen an der Innenwand der Blutgefäße ab. Dadurch verändern sich die Gefäßwände. Rauchen, Bluthochdruck und zu hohe Blutzuckerwerte begünstigen die Entstehung einer paVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit). Da Frauen die Männer beim Rauchen überholt haben, ist bei ihnen der größte Anstieg der Erkrankungen zu verzeichnen. Bewegungsmangel und Übergewicht kommen erschwerend hinzu, außerdem versteckte Entzündungen. Da die paVK vor allem durch den modernen Lebensstil verursacht wird, steigt die Zahl der Erkrankungen auch bei Nichtrauchern immens an.
In den Mittelmeerländern tritt diese Krankheit wesentlich seltener auf. Experten sehen hier einen Zusammenhang zwischen der gesunden mediterranen Kost und der Ausbildung typischer Zivilisationsleiden durch einen gesundheitsschädlichen Lebensstil. Die Aussichten der paVK sind nicht besonders günstig. Jeder fünfte Betroffene stirbt letztendlich daran - insbesondere wenn die Diagnose zu spät gestellt wird. Die allgemeine Lebenserwartung ist dann um 10 Jahre vermindert. Etwa 30.000 Amputationen gehen jährlich auf das Konto der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.
Mit rechtzeitigen Gegenmaßnahmen vermeiden Sie eine Amputation: Eine unbehandelte paVK führt zwangsläufig zum Absterben einzelner Gewebebereiche oder ganzer Gliedmaßen. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit wird mit Medikamenten behandelt, die das Blut flüssig halten und erhöhte Blutfettwerte reduzieren. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Prostaglandine zum Einsatz, die gefäßerweiternd wirken. Manchmal werden operativ Bypässe gelegt oder Gefäße aufgedehnt (Ballondilatation, PTA, Stent), damit das Blut wieder fließen kann. Ansonsten ist eine radikale Umstellung der Lebensumstände erforderlich. Das sind die drei Säulen: sofortiger Rauchstopp, Bewegungstraining, gesunde Ernährung.
Diese 3 Übungen bringen die Durchblutung Ihrer Beine wieder auf Trab
1. Übung:
- Stellen Sie sich aufrecht hin.
- Ihre Füße befinden sich etwa schulterbreit auseinander.
- Verteilen Sie Ihr Gewicht gleichmäßig auf beide Beine.
- Heben Sie nun Ihre Fersen an und verlagern Sie Ihr Gewicht auf die Zehenspitzen - bis Sie ein leichtes Ziehen in den Waden verspüren.
- Senken Sie die Fersen langsam wieder ab.
- Legen Sie eine kurze Pause ein.
- Wiederholen Sie diese Übung 6-mal.
2. Übung:
- Stellen Sie sich aufrecht hin.
- Setzen Sie ein Bein nach vorne.
- Beugen Sie nun das vordere Bein.
- Die Ferse soll dabei auf dem Boden und das hintere Bein gestreckt bleiben.
- Halten Sie diese Position rund eine halbe Minute lang.
- Wechseln Sie jetzt das Bein.
- Wiederholen Sie diese Übung 6-mal je Seite.
3. Übung:
- Stellen Sie sich aufrecht hin.
- Schwingen Sie Ihre Beine abwechseln leicht nach vorne und nach hinten.
- Führen Sie diese Übung rund zwei Minuten durch.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hollnsteiner (25.01. 2012 16:48 Uhr):
Mediterrane Ernährung: Verstehen Sie darunter Pasta, fette Fischfritten, eingelegte Fische, wenig Salat? Viel Weissbrot, wenig Milch etc. und viel Backwerk? Vom Rotwein gar nicht zu reden. Meinen Sie die Ernährung der Arbeiterklasse oder der Reichen? Warum ist mediterrane Kost gesund, ausser vielleicht das Olivenöl, soferne es nicht gepanscht ist, was es meistens ist. Warum? Ich wäre für eine kurze Erklärung dankbar. Auch dankbar wäre ich, wenn das Kästchen, in welches ich schreibe, etwas grösser wäre, danke. MfG
Antworten- Antwort von Wolfram Eggert (25.01. 2012 23:41 Uhr):
Sehr geehrter Herr Erb, zu o.g.Artikel möchte ich meine Erkenntnisse berichten. Forschungsberichte des Wissenschaftlers Dr. Andrew Chevallier Gefäßspezialist an der Middlesex-Universität, berichten von der Frucht Wu-Wei-Zi (Schizandra). Sie wird seit Urzeiten in Ostasien therapeutisch eingesetzt. Offenbar können diese Pflanzenextrakte einen Teil der Plaques und Verkalkungen auflösen. "Mit seinen natürlichen und einzigartigen Inhaltsstoffen wirkt Wu-Wei-Zi wie eine Schnellreinigung für das gesamte Gefäßsystem. Analysen zeigen: Die Beerenfrucht enthält sehr seltene Flavonoide, die in den Adern Fettablagerungen gezielt angreifen." Innerhhalb von ca. 10 Wochen wurden bei den meisten Studienteilnehmern die Durchblutung deutlich gebessert. Erhältlich ist der Wu-Wei-Zi-Extrakt in Kapselform bzw. als getrocknete Früchte. Patienten, die regelmäßig dieses zu sich nehmen konnten besser hören und sehen. Ihr Gehirn funktionierte besser. Zudem verfügten sie über eine bessere Potenz.Es überraschte die Fachwelt, die Beere wirke wie eine Verjüngungskur für den gesamten Organismus. Es profitiere das gesamte Gefäßsystem, jedes Organ, jede Zelle spürbar. Die Beere stellt für andere Internisten und Forscher einen idealen Schutz vor Demenz und Alzheimer dar, denn sie sorgt dafür, dass das Gehirn wieder bis in seine feinsten Adern mit Blut und Sauerstoff versorgt wird und sich dadurch ständig regenerieren kann. 20 Patienten, die an Tinnitus litten hatten nach einer durchgeführten Probezeit von einigen Monaten bis auf einen kein Ohrensausen mehr.Die Durchblutungsverbesserung konnte man am Innenohr direkt überprüfen. Verzehrempfehlung: 2-3 x tägl. 1-2 Kapseln. Ich selbst habe für mich (74 Jahre alt) das Resummee gezogen, diese Kapseln kombiniert mit Granatapselextrakt einzunehmen. Mein Blutdruck ist im Normalbereich, Durchblutungsstörungen kenne ich nicht und man sagt mir nach, dass ich mindestens 10 Jahre jünger aussehe und ich fühle mich wie < 60. Das rührt aber auch aus meiner zusätzlichen Versorgung entsprechend der Orthomolekularmedizin her. Ich gehöre also nicht den 96% der Bevölkerung an, die mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen unterversorgt sind. Erkältungskrankeiten habe ich seit ???? Jahren nicht mehr. MfG.
- Antwort von Wolfram Eggert (25.01. 2012 23:41 Uhr):