Weltmännertag: Woran der Mann krankt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 3. November 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Heute ist der Weltmännertag und Grund genug, dass wir uns einmal über die Gesundheit von Männern unterhalten. Darüber sprechen Männer nämlich nicht gern: Immer mehr von ihnen leiden unter Depressionen und Stimmungsverschlechterung. Doch sie glauben, dass sie das nicht dürfen, weil ein „echter" Mann „so etwas" nicht hat - selbst wenn sie schon von Suizid-Gedanken heimgesucht werden. Hinter unerklärlicher Wut und Zurückgezogenheit kann eine Depression stehen.Untersuchungen ergaben bislang stets, dass doppelt so viele Frauen wie Männer an Depressionen leiden. Doch inzwischen fragen sich die Forscher, ob Männer möglicherweise genauso häufig an Depressionen leiden, diese aber im Dunkeln bleiben. Denn viermal so viele Männer als Frauen nehmen sich das Leben. Das ist alarmierend!
Bei Männern stellen sich andere Symptome ein als bei Frauen. Sie gehen nicht zum Arzt und berichten diesem, dass sie traurig und deprimiert sind. Sie klagen eher über Probleme im Beruf, sind gereizt, streiten mehr als sonst und schnell wütend. Das wird jedoch nicht als Warnsignal erkannt. Im fortgeschrittenen Stadium dann greifen Männer oft zum Alkohol, Leistungssteigerern und anderen Drogen.
Bei einer ausgeprägteren Depression brauchen Sie dringend professionelle Hilfe. Gehen Sie auf jeden Fall zu einem Arzt oder Psychotherapeuten, wenn Sie schon länger Ihren Alltag nicht mehr oder nur mit größter Anstrengung meistern. Schämen Sie sich nicht fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie brauchen auch nicht zu fürchten, dass man Sie für "verrückt" hält, denn eine Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Sie sollten unbedingt wissen, dass depressive Erkrankungen heute gut zu behandeln und zu heilen sind - vor allem wenn sie frühzeitig erkannt werden.
Dies alles und noch viel mehr lesen Sie jeden Monat in unserem Informationsdienst „Mmax - Der Gesundheits-Coach". Wenn Sie wissen möchten, was Männer sonst noch fit, gesund und leistungsfähig hält, dann schauen Sie jetzt gleich einmal bei „Mmax - Der Gesundheits-Coach" hinein. Hier versorgt Sie mein geschätzter Kollege Chefredakteur Dr. Ralf Hettich mit den aktuellsten Informationen und den heißesten Themen rund um die Männergesundheit - also mit allem, was Sie sonst nirgendwo lesen. Fordern Sie gleich Ihre GRATIS-Test-Ausgabe von "Mmax - Der Gesundheits-Coach" an. Klicken Sie hier.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Birgit (05.11. 2010 14:27 Uhr):
Das ist schön geschrieben, dass Depressive eine Therapie/Hilfe brauchen. Aber die Realität sieht anders aus. Bei den Therapeuten gibt es Wartelisten, auf die man gesetzt wird. Dann kann man bis zu 1 Jahr warten. Wenn man eine psychosomatische Reha macht, werden dort Bilder gemalt, es wird gebastelt, auch Gespräche, in der Gruppe und einzeln, gibt es. Und Ausflüge macht man. Ja, und wenn der depressiv Erkrankte dann wieder zu Hause ist, dauert es nur 3 Wochen und er ist wieder in seinem tiefen schwarzen Loch. Ach, ja, Psychopharmaka gibt es natürlich. Aber ob die genommen werden, oder... Ich bin eine betroffene Angehörige. Mein Mann ist schwer depressiv. Nach Robert Enkes Suizid war die Depression mal Tagesgespräch und man gründete vollmundig etwas. Es gibt das Netzwerk Depression, aber... Man muss sich Therapeuten selber suchen. Und das Procedere siehe oben. Fakt ist, dass man alleine gelassen wird mit der Depression. Und die Angehörigen leiden.
Antworten