Wellness: Bauchtanz lindert Ihre Menstruationsbeschwerden
Sylvia Schneider in Täglich Gesund zum Thema Bauchtanz
vom 27.02.2008 16:00 Uhr
GNL5356
Der Bauchtanz versinnbildlicht das In-sich-selbst-Ruhen der Frau und ist eine hohe Kunst, die Ausbildung, Können und Kunstfertigkeit erfordert. In vielen arabischen Ländern – zum Beispiel Jordanien – tanzen Frauen diesen Tanz nicht vor Männern, sondern nur unter sich. Seine ausgeprägten Hüft- und Bauchbewegungen ahmen sowohl den Liebesakt als auch das Aufbäumen der Frau bei einer Geburt nach: Damit ist er ein Symbol für Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Immer mehr deutsche Frauen machen sich auf, um „Kamelgang“, „Schlangennacht“, „Mondkreis“, „Sultansbrücke“, „Nabelschnelle“ und „Schultershimmy“ zu lernen. Orientalischer Tanz ist für die meisten Hobby-Bauchtänzerinnen mehr als nur ein Tanz. Der orientalische Tanz sorgt für ein besonderes Gefühl der eigenen Weiblichkeit und harmonisiert Körper, Geist und Seele. Seine Bewegungsabläufe sind kompliziert, es kommen alle Muskeln zum Einsatz.
Die Tänzerinnen lernen schon bei ganz einfachen Bewegungen ihren Körper besser kennen und zu kontrollieren. Sie können Muskeln gezielt anspannen oder locker lassen. Einige Körperübungen wurden sogar in die Rückenschulen der Krankenkassen integriert. Etliche Aspekte des Bauchtanzes finden sich in der Musik- und Tanztherapie wieder. Sportwissenschaftler bescheinigen dem orientalischen Tanz ein hohes Fitnesspotenzial. Orientalischer Tanz wird heute an vielen Volkshochschulen und in Fitness-Centern angeboten. Mehr und mehr haben die Frauen
auch seine therapeutischen Wirkungen erkannt. Orientalischer Tanz lockert die Muskeln, beugt Rückenbeschwerden vor, lindert Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden. Zur Geburtsvorbereitung ist er ebenfalls wunderbar geeignet.
Durch das Kreisen und Kippen des Beckens werden Muskelgruppen aktiviert, die bei anderen Fitnessübungen gar nicht zum Einsatz kommen. Kölner Sportwissenschaftler bestätigen, dass der Bauchtanz Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur in besonderer Weise kräftigt.
Probieren Sie aus, ob Ihnen orientalischer Tanz liegt
Wenn Sie zu Hause einmal ausprobieren wollen, ob Ihnen Bauchtanz Spaß macht, brauchen Sie zunächst nur eine CD mit orientalischer Musik, bequeme Kleidung und ein schönes Tuch, das Sie sich um die Hüften schlingen können. Es soll Ihnen helfen, sich auf Ihre Mitte zu konzentrieren.
Versuchen Sie es einmal mit dieser Übung, am besten vor einem Spiegel:
- Ihre Füße stehen parallel hüftbreit auseinander.
- Gehen Sie leicht in die Knie und verlagern Sie das Gewicht auf Ihre Füße.
- Spannen Sie Bauch-, Beckenboden- und Pomuskeln so an, dass sich Ihr Becken leicht nach vorne aufrichtet. Hals und Oberkörper werden gestreckt.
- Nun lassen Sie die Muskeln wieder locker, dabei kippt Ihr Becken wieder nach hinten.
- Dann spannen Sie die Muskulatur wieder an. Machen Sie diesen Wechsel, so oft Sie können, und achten Sie dabei darauf, dass Sie Ihre Knie nicht bewegen und der Oberkörper gerade bleibt.
- Kippen Sie nun die rechte Hüfte nach oben, strecken Sie das rechte Bein und beugen das linke. Ihre Hüfte wippt dabei nach oben. Der Oberkörper bleibt gerade.
- Jetzt kombinieren Sie das Beckenkippen mit dem Hüftwippen zu einer fließenden kreisenden Bewegung. Becken und Hüften kippen dabei nach links, rechts oben und unten. Die Kraft für den seitlichen Schwung holen Sie sich aus den Knien. Lassen Sie die Fersen auf dem Boden. Bei der Vorwärtsbewegung spannen Sie Ihre Bauch-, Beckenboden- und Pomuskeln an, beim Schwung nach hinten lassen Sie wieder locker. Machen Sie dabei ein ganz leichtes Hohlkreuz.