Welcher Fisch kann Nematoden enthalten?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Fisch
vom 11. September 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Vor einigen Jahren schreckte eine Fernsehsendung mit unappetitlichen Bildern von Fadenwürmern im Fisch die Verbraucher auf und sorgte für einen deutlichen Umsatzrückgang. Daran erinnerte sich Leser Martin nach meinem Bericht über den Sinn von regelmäßigen Fischmahlzeiten vor zwei Tagen.
Diese Nematoden-Larven kommen natürlich in Seefischen vor, denn diese nehmen sie mit der Nahrung auf. Deshalb befinden sie sich vor allem im Magen- und Darmtrakt der Fische, von wo aus sie sich ausbreiten können, wenn die Fische nicht ausgenommen sind oder nicht ausreichend gekühlt werden. Die Filets von Seelachsen sind im Bauchlappenbereich besonders stark befallen. Die Bauchlappen sollten deshalb bis an die Mittellinie der Filets entfernt werden. Ansonsten werden die Larven beim Kochen und Braten abgetötet. Hobbyräucherer sollten darauf achten, dass ihre Fische eine Kerntemperatur von mindestens 60 Grad erreichen.
Wenn Sie frischen Fisch in Marinaden einlegen wollen, sollte dieser vorher einmal gründlich im Tiefkühler durchgefroren sein (Richtwert: 1 Kilo Heringe, in einem Plastikbeutel verpackt, braucht dafür etwa 3 - 4 Tage). Säure- und Salzgehalt der Marinaden reichen meist nicht aus, um das Nematoden-Problem zu lösen. Auch bei der japanischen Spezialität Sushi muss der Fisch vorher durchgefroren sein. Fragen Sie sicherheitshalber danach, bevor Sie sich Sushi bestellen. Die Stiftung Warentest fand bei ihren letzten Tests von Nematoden-Larven keine Spur mehr.