Welcher Allergietest ist zuverlässig?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 17. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
Bei der Diagnose sollten Sie sich auf die medizinischen Standardtests verlassen. Dazu raten Ihnen die Allergologen - auch mit dem Hinweis, dass nur diese Tests von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Um eine Pollenallergie zu erkennen, wird der Pricktest gemacht: Ein Tropfen der fraglichen Allergenlösung wird auf die Haut aufgetragen und diese leicht angeritzt. Nahrungsmittelallergien werden über einen Bluttest sowie eine Ausschlussdiät dingfest gemacht. Bei Verdacht auf Kontaktallergien setzt Ihr Hautarzt den Epikutantest ein, bei dem Pflaster mit den entsprechenden Substanzen auf die Haut geklebt werden. Nach etwa 48 Stunden zeigt sich eine Hautreaktion.
Wann ist eine Hyposensibilisierung sinnvoll für Sie? Es gibt Allergien, bei denen eine Hyposensibilisierung das erste Mittel der Wahl ist. Dazu gehört unter anderem die Insektengift-Allergie. Denn jeder weitere Stich bedeutet Lebensgefahr für Sie. In allen anderen Fällen wird der Arzt mit Ihnen gemeinsam entscheiden, was zu tun ist. Bei einer Hyposensibilisierung wird in kleinen Schritten versucht, das Immunsystem zu „überreden", doch bitte wieder mit dem Allergen klarzukommen. Dazu wird das Allergen zunächst in kleinen Mengen gespritzt. Langsam wird die Dosis dann gesteigert. Manchmal bessern sich dadurch auch die korrespondierenden Nahrungsmittelallergien. Diese Therapie sollte über mindestens drei Jahre durchgeführt werden.
Bei der so genannten SLIT-Therapie (Sublingual-Immuntherapie) werden Tropfen unter die Zunge gegeben, um eine Hyposensibilisierung zu erreichen. Sie müssen über drei Jahre lang dreimal wöchentlich angewendet werden. Diese Therapie ist verträglicher als die Spritzenkur.
Die Grasax-Tabletten, die seit etwa zwei Jahren auf dem Markt sind, helfen denjenigen, die gegen Gräserpollen allergisch sind. Sie werden ebenfalls unter die Zunge gelegt. Die Grasax-Therapie sollten Sie spätestens jetzt für die diesjährigen Pollensaison beginnen. Besser noch ist es im Herbst. In den vergangenen Winter flogen aufgrund der Milde die ersten Pollen bereits im Dezember und Januar.
Die Medikamente für die Hyposensibilisierung sind verschreibungspflichtig und werden von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Jörg Krieter (17.01. 2012 08:42 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Tochter hatte vor Jahren auch eine Allergie. Wir sind zum Heilpraktiker gegangen, weil dieser über Bioresonanzen die Allergien feststellen kann. Diess dauerte keine 10 Minuten. Auch die Behandlung mittels Bioresonanztherapie war schmerzfrei und schnell erfolgreich. Für Kinder und Erwachsene ideal. Leider muss diese Therapie privat bezahlt werden. Einfache Allergien wie z.B. eine Laktoseintolleranz lassen sich durch Enzympräparate einfach in den Griff kriegen. Mit freundlichen Grüßen Jörg Krieter
Antworten - Kommentar von Günter Sprungk (17.01. 2012 11:12 Uhr):
Der Artikel war sehr gut. Meine Frage, was hilft besonders gut bei einer Hausstaubmilben- allergie? Freundlichen Grüße Günter Sprungk
Antworten - Kommentar von Gerhard Heeren (17.01. 2012 23:33 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, Sie schreiben: "Ähnlich wie Allergien zeigen sich Lebensmittelunverträglichkeiten. Doch schlummert die Ursache in einer Verwertungsstörung im Darm. Darüber gibt ein Bluttest Auskunft. Werden erhöhte IgE-Werte gefunden, handelt es sich um eine Allergie. Fehlen diese sowie bestimmte Enzyme, weist dies auf eine Unverträglichkeit hin." Hier stellt sich die Frage was sind erhöhte IgE-Werte? Was meinen Sie mit bestimmte Enzyme. Meine Sandkastengespielin hat zeitweise bei vielen Lebensmitteln unerträglich schmerzhafte Blasenbildung im Mund. Wenn Ihr Hnweis helfen könnte, wäre dies ein Segen. Mit vielem Dankf für Ihre Information und mit vielen Grüßen Ihr Gerhard Heeren
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