Welchen Fisch können Sie noch guten Gewissens kaufen?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Fisch
vom 1. Februar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
Fischereibiologen vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel helfen Ihnen beim Fischkauf. Unter www.fischimhandy.de erfahren Sie welchen Fisch aus unterschiedlichen Fangebieten Sie aktuell kaufen können, ohne den Bestand zu gefährden. Sie können sich die Auskünfte auch auf Ihr Handy laden. Hier können Sie auch eine Checkliste der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) für Ihren Fischkauf herunterladen.
Vom Kauf dieses Fisches sollten Sie Abstand nehmen, bis die Bestände wieder nachgewachsen sind:
- atlantischer Lachs
- Dornhai, Hai, Rochen
- Flussaal
- Heilbutt
- Kabeljau, Dorsch
- Rotbarsch
- Schellfisch
- Scholle
- Seehecht
- Seezunge
- tropische Shrimps, Tiefseegarnelen
- Thunfisch, Bonito
- Viktoriabarsch
- Wittling
Setzen Sie auf Fisch aus Bio-Fischzucht
Die meisten Fische werden heute in küstenfernen Hochseeregionen gefischt und sind deshalb von giftigen Abfällen weitgehend unbelastet. Außerdem entstehen immer mehr Bio-Fischzuchten.
Weil sie meist jung auf den Tisch kommen, sind diese Fischarten besonders empfehlenswert:
- Forelle
- Hering
- Karpfen
- Lachs
- Makrele
- Sardine
- Seelachs
- Sprotten
Vor einiger Zeit hat sich die Gesetzgebung geändert: Heute müssen frische, gefrorene, geräucherte Fische, Matjes und Garnelen besser gekennzeichnet werden. Ihnen müssen deutliche Informationen zur Produktionsmethode, zur Handelsbezeichnung und zum Fanggebiet zur Verfügung stehen - sei es auf einer Tafel oder beim Preisschild in der Fischtheke. Verpackte Ware muss etikettiert sein.
Immer häufiger bieten auch Biohändler Ökofisch wie Wildlachs, Forellen, Karpfen, Shrimps und Muscheln an. Die meisten von ihnen tragen das Naturland-Label (www.naturland.de). Leider gibt es derzeit noch kein EU-weites staatliches Gütezeichen. Vor einiger Zeit hat der World Wildlife Found WWF ein Label für umweltverträgliche Fischereien ins Lebengerufen, das Marine Stewardship Council MSC. Diese Zertifizierung ist allerdings freiwillig. Dennoch gibt es in Deutschland eine Reihe von Produkten, die damit gekennzeichnet sind - beispielsweise die Tiefkühlfischgerichte von Frosta, Friederichs, Iglo, Mare und Metro. Bei Thunfisch in Dosen sollten Sie auf das Zeichen mit dem Delfin achten. Dieses steht dafür, dass der Fisch mit einer schonenden Methode gefangen wurde.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Isabelle (01.02. 2012 07:59 Uhr):
Auch eine Möglichkeit: Fisch mit msc-Siegel kaufen (msc.org) MfG :)
Antworten - Kommentar von Jürgen Althoff (01.02. 2012 10:51 Uhr):
Verstehe die Aufzählung der bedrohten Arten! Jedoch nicht, dass der Viktoriabarsch gefärdet werden sein soll. Es heißt doch, dass der bis zu 2m große Raubfisch fremd in den See gekommen ist, und heimische Fische verdrängt bzw. jagt. ???
Antworten - Kommentar von Roland (01.02. 2012 19:07 Uhr):
Es nuetzt nichts ueberfischte arten beim kauf zu boykottieren. Fischereimanagement bedeutet Im einvernehmen mit den fischern wissenschaftlich haltbare fangquoten zu vereinbaren, entsprechende regulierungen zu erlassen und deren einhaltung zu kontrollieren.
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