Weisen Sie Ihren Arzt auf Ihre Nahrungsergänzungsmittel hin
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18. Juli 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
zwischen der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat, gibt es möglicherweise ungünstige Wechselwirkungen. Dem ging jetzt eine amerikanische Studie nach. Rund zwei Drittel der US-Bevölkerung verwendet Nahrungsergänzungsmittel wie Knoblauchpillen oder Ginseng-Präparate. Diese enthalten ebenso wie Medikamente, die Ihnen der Arzt verordnet, pharmakologisch wirksame Substanzen, die in Aktion mit Arzneien treten könnten. Bei knapp 30 Prozent der Testpersonen fanden sich klinisch bedeutsame Wechselwirkungen von Nahrungsergänzung und verordneten Medikamenten. Die fünf am häufigsten verwendeten Ergänzungsmittel waren Baldrian, Knoblauch, Ginkgo, Johanniskraut und Kava (bei uns wegen seiner Nebenwirkungen verboten). Für 70 Prozent der festgestellten Wechselwirkungen waren diese fünf Mittel verantwortlich. Die Medikamente, die am häufigsten zu Wechselwirkungen führten, waren Medikamente zur Verhütung von Thrombosen, Beruhigungsmittel, Antidepressiva und Mittel gegen Diabetes.
Die festgestellten Wechselwirkungen waren zwar alle recht glimpflich, dennoch sollte man sie im Auge behalten. Wenn Sie Medikamente verordnet bekommen, sollten Sie deshalb immer Ihren Arzt über die Mittel informieren, die Sie auf eigene Faust einnehmen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider