Weihrauch wirkt wie eine Droge
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Weihrauch
vom 5. Juni 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Sobald ausreichend Weihrauchduft den Raum erfüllt, lacht das Wohlbefinden. Religiöse Zeremonien, bei denen Weihrauch geschwenkt wird, erhalten eine besondere Tiefe. Die Kirchgänger und Betenden atmen dabei einen psychoaktiven Stoff des Weihrauchs ein - das Weihrauchazetat. Den schweren Duft des Weihrauchs untersuchte jetzt ein israelisches Forscherteam. Dieser beeinflusst das Gehirn und kann Angstzustände und Depressionen mildern. Weihrauch aktiviert die Fröhlichkeit, es vermittelt ein wohlig warmes Gefühl.
Auch das heilende Potential des Weihrauch wird heute wissenschaftlich bestätigt. Bei Arthose beispielsweise sollen vor allem die Boswelliasäuren (Boswellia serata), die sich im Weihrauchharz finden, wirksam sein. Erklärt wird dies mit ihrem Einfluss auf die so genannten Leukotriene, die bei vielen Entzündungskrankheiten eine Schlüsselrolle spielen. Die Boswelliasäuren verhindern die Ausschüttung dieser Entzündungsstoffe, und zwar ganz offenbar ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Sie sollen ebenfalls einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem ausüben.
In Deutschland sind derzeit nur homöopathische Weihrauchpräparate rezeptfrei zu erhalten. „Olibanum RA" können Sie als Tropfen, Tabletten, Globuli oder Salbe in der Apotheke kaufen. Sinnvollerweise sollten Sie dieses Homöopathikum in Absprache mit einem versierten Homöopathen einnehmen.