Weihnachten: Fest der Nächstenkrise?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 20.12.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
stellen Sie sich vor: Weihnachten steht vor der Tür und keiner macht auf. Weihnachten – das Fest des Friedens – wird trotz bester Vorsätze für viele zum Stressfaktor. Darüber sprachen wir ja schon in der vergangenen Woche. Hat man die ganzen Vorbereitungen doch mal wieder in allerletzter Minute gepackt, so ist der Stress noch lange nicht zu Ende. Denn nun sitzt die liebe Familie eng beieinander und kriegt sich in die Haare. Seien Sie ehrlich: Haben Sie nicht auch schon manches Mal geschworen „Weihnachten – nächstes Jahr aber ohne mich!“ Trotzdem wollen wir das Fest nicht missen und werden dem lieben Weihnachtsmann auch dieses Jahr ganz sicher die Tür öffnen. Was meinen Sie?
Alle Jahre wieder... der ganz normale Wahnsinn
Alle Jahre wieder gehen wir mit enormen Erwartungen in die Weihnachtsfeiertage. Doch vielen Familien geht die ungewohnte Nähe schnell auf die Nerven. Weihnachten ist ein Fest, das bei etlichen Menschen zwiespältige Gefühle auslöst - zumindest rein verbal. Sie bestreiten, dass diese Tage heute noch Bedeutung für sie haben, fühlen sich aber letztlich doch nicht wohl, wenn Weihnachten „ausfällt“. Kurz vor Weihnachten entpuppen sich regelmäßig auch die ganzjährig engagiertesten Weihnachtsmuffel als Traditionalisten. Weihnachten gibt es Geschenke und Karpfen blau.Und basta.
Auch Geschenke sind für die meisten von uns nach wie vor wichtig. Schenken bedeutet ja nicht bloß Stress und Geld ausgeben, sondern dass wir versuchen, uns in einen anderen hineinzuversetzen. Wir kommen ihm so ein Stück näher. Und damit schenken wir ihm etwas von uns – auf alle Fälle etwas Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das ist doch schließlich auch ein Sinn, den wir dem Weihnachtsfest beimessen.
Die Freude über Zuwendung und Anerkennung gibt uns ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Integration. Das Einhalten der Weihnachtstraditionen untermauert das. Die Psychologin Hildegard Ressel aus München: „Menschen, die dieses Eingebundensein in ein funktionierendes Familiensystem als stabilisierenden Faktor erlebt haben, halten in der Regel gern an diesen Gepflogenheiten fest.“ Dadurch dass wir mit dem Weihnachtsritual, das für Kinder das Schönste überhaupt ist, aufgewachsen sind, hegen die meisten von uns auch als Erwachsene noch besondere Erwartungen an Weihnachten. Ihre Zwillingsschwester heißt jedoch Enttäuschung.
Warum das so ist, lesen Sie im nächsten Beitrag.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Evelin Hausmann (21.12. 2010 20:49 Uhr):
Hier muss ich mich doch noch einmal zu Wort melden. Wenn ich lese vom Weihnachtsmann, dann denke ich an Zeiten in der ehemaligen DDR. Traurig, dass hier der Mann mit dem roten Mantel, der die Geschenke bringt, in den Vordergerung gedrängt wurde.- Weihnachten ist die Geburt des Christuskindes, des Kindes welches kam um die Welt zu erlösen. Pisastudie etc. Volksverdummung und Verrohung fällt mir dazu ein.- Wer bitte schön ist denn hier das Geburtstagskind? Ist es nicht schändlich, wie es verraten wurde, nicht einmal willkommen geheißen, in einem Stall musste es zur Welt kommen, weil schon damals die Menschen so kaltherzig und erbarmungslos waren. Wie sind sie heute, manche wissen es gar nicht warum wir Weihnachten feiern, das ist die Folge, dass die Menschen seelisch krank, verbildet und verrückt, ja von ihrem Platze verrückt sind, auf den Gott sie gestellt hat. Weihnachtsmänner, Geschmacklose Reklamen, infernalischer Lärm, der sich Musik nennt und doch nicht im Entferntesten etwas damit zu tun hat, nur Seelen- und Ohrencrash bedeutet. Alkohol, Betäubungen aller Art um nicht sehen, hören und aushalten zu müssen, was uns die innere wie äußere Entfernung von unseren Wurzeln unserer Gotteskindschaft eingebracht hat. Fast jedes Haus ist ein Krankenhaus. Als ich kürzlich durch die Stadt ging fiel es mir so drastisch auf, das fast an jeder Strassenecke Frauen tratschten und sich nur über Krankheiten und Krankenhäuser und Horrordiagnosen unterhielten. Am liebsten hätte ich sie angesprochen und gefragt ob sie das brauchen, sich laufend im Gespräch in dem Elend der anderen zu sulen. Sie halten die Krankheit und das Böse am Menschen fest, je mehr Menschen sich mit dem Dreck gedanklich und verbal beschäftigen desto mehr gewinnt es an Gegenständigkeit, das muss unterlassen werden, da fängt das Übel schon an. Sie sollten den Menschen lieber Mut zusprechen und sie aufmuntern und ihnen sagen, dass sie ganz bestimmt wieder gesund werden und es immer guttut ein Gebet zu sprechen, Gottum Hilfe und Heilung zu bitten ohne großes Trara. Den Menschen gute Gedanken und Ablenkung senden. Sich mit dem was wir haben wollen abgeben und daran glauben und uns gedanklich und geistig von dem Übel trennen, das bewirkt essenziell das Gute und hilft bei der Genesung. Einfach den Anweisungen des Arztes folgen und nicht mehr an die Diagnosen und das Belastende denken. Lieber Engel aussenden als Weihnachtsmänner, die Geschenke müssen auch nicht groß sein, lieber mit dem Gefühl der Liebe für den zu Beschenkenden die Gaben einpacken, das geht tief in unsere hungrige Seelen hinein. Und schenken sie denen, die sie lieben Zeit, mehr Zeit, als sonst, dass keiner allein ist und zu grübeln anfängt oder sich ein mittelprächtiges TV Programm mangels an Freunden reinziehen muss. Alles Gute, alles Liebe. Und lassen Sie es öfter mal im Jahre in Ihrem Herzen christkindlich sein zu Ihrem Nächsten, nicht erst wenn alles zu spät ist, der geliebte Mensch weit weg oder gar gestorben ist. Mehr Liebe während des Lebens denn die Denkmäler auf den Gräbern sind vergebens, dienen egoistischer Weise mehr den Lebenden als den Heimgegangenen. Lernen Sie von den Afrikanern was Familie und Nächstenliebe ist. Gesegnetes Fest in friedlicher Atmosphäre und ein gesundes glückliches Jahr 2011 in Frieden und Fülle. Ihre Evelin Hausmann
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