Weichen Osteoporose-Medikamente die Knochen auf, statt sie zu stärken?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Osteoporose
vom 20. Oktober 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
4 bis 6 Millionen Deutsche leiden an Osteoporose. Doch nur jeder Vierte wird überhaupt behandelt. Und manchmal richten die Medikamente auch noch mehr Schaden an, als sie nutzen!
Wussten Sie, dass an einem Oberschenkelhalsbruch etwa so viele Menschen sterben wie an Brust- oder Prostatakrebs? Besonders fatal:
Im Anfangsstadium können Sie die Ursache dafür - den Knochenschwund - nicht sehen. Er verursacht zunächst auch keine Schmerzen. Umso schlimmer sind die Folgen:
25 % aller Patienten sterben an den Komplikationen nach einem Oberschenkelhalsbruch. 20 % sind für den Rest ihres Lebens Pflegefälle.
Besonders fatal: Manche Medikamente wirken möglicherweise sogar wie ein Krankheits-Beschleuniger
Statt die Knochen zu stärken, können so genannte Bisphosphonat-Präparate sie im Laufe mehrerer Jahre sogar schwächen. In den USA sind solche Fälle bereits aufgetreten. Diese Präparate werden bei Osteoporose standardmäßig verordnet.
Doch nicht nur Medikamente, auch manche Nahrungs- und Genussmittel saugen das knochenstärkende Kalzium wie ein Schwamm aus den Knochen: zum Beispiel Cola, Schmelzkäse, konservierte Wurstwaren (achten Sie auf die E-Nummern 338 bis 341 sowie 450 bis 452!), Kochsalz, Alkohol und Nikotin.
Doch Kalzium-Räuber lauern auch dort, wo man sie nicht vermuten würde, etwa als Oxalsäure in Rhabarber, Spinat, Roter Bete, Kakao, Schokolade oder schwarzem Tee.
So können Sie dem schleichenden Knochenschwund entgegenwirken:
- Bewegen Sie sich mindestens 3-mal 20 Minuten pro Woche.
- Nehmen Sie ein Kalzium-Präparat zur Knochenstärkung ein (täglich etwa 1 bis 1,5 g) und ernähren Sie sich kalziumreich.
- Vitamin D (etwa in Form von fettem Fisch und viel Tageslicht) fördert die Aufnahme von Kalzium im Dünndarm und reduziert das Sturzrisiko, weil es die Muskelfunktion und Reflexe verbessert.
- Extrakte aus der Traubensilberkerze enthalten so genannte SERMs (selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren), die dem Knochenabbau vorbeugen.
- Folsäure und Vitamin B12 bauen das Stoffwechselgift Homocystein ab, das Ihre Knochen schwächt.
Holen Sie sich daher mit Länger und gesünder leben eine unabhängige zweite Meinung, bevor Sie fragwürdige Medikamente schlucken!
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Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Reheusser (20.10. 2010 17:57 Uhr):
Kompliment - in letzter Zeit wird zunehmend über natürliche Therapien und Nährstoffe mit sinnvollen Dosierungen von Nahrungsergänzungen berichtet. Weiter so, klasse !
Antworten - Kommentar von Peter Schmied (20.10. 2010 20:18 Uhr):
Steinzeit der Götter in Weiss und unwissen der "Naturheiler". Osteoporose ist einfachst zu behandeln. Organisches Kalzium und Organisches Magnesim. Weiter geht es mit gezielter Entgiftung. Angefangen mit sauberem reinen Wasser - Osmose. Aber ich lasse es, weiter zu schrieben. Es ist zu einfach und niemand will ja, dass Patienten gesund werden.
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