Was tun bei Depressionen?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Depression
vom 17. November 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Diese Frage bewegt nach dem Tod von Fußball-National-Torhüter Robert Enke viele Menschen. Sport und Bewegung spielen zunehmend eine Rolle in der Behandlung von Depressionen. Sie nehmen nachweislich einen positiven Einfluss und werden heute häufig zusätzlich zu Medikamenten und einer psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt. Die Veränderungen im Gehirnstoffwechsel und im Hormonhaushalt sollten zunächst mit Medikamenten behandelt werden - auch um akute Gefährdungen wie etwa eine drohende Selbstmordgefahr zu vermeiden.
Eine Psychotherapie ist darüber hinaus sinnvoll, um die Seele zu stabilisieren. Sie wirkt langsamer, aber nachhaltiger. Die Betroffenen sollen den möglichen aktuellen Auslösern ihrer Krankheit auf die Spur kommen und Strategien entwickeln, Schwierigkeiten zu verarbeiten und künftigen Belastungen anders zu begegnen. Viele Studien haben die Wirksamkeit von Psychotherapie bei Depressionen nachgewiesen. Bewährt hat sich vor allem die Verhaltenstherapie. In den vergangenen Jahren wurden für die Behandlung von Depressionen spezielle Methoden entwickelt, in denen mehrere psychotherapeutische Verfahren kombiniert werden.
Das Wichtigste ist jedoch: Scheuen Sie sich nicht Hilfe zu suchen, wenn Sie glauben, unter einer Depression zu leiden oder wenn in Ihrem Umkreis jemand daran leidet.
Hier ist eine Anlaufstelle für Sie:
Kompetenznetz Depressionen, Suizidalität
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie
Universitätsklinik Leipzig
04103 Leipzig
Tel.: 0341/9724530
www.kompetenznetz-depression.de
www.buendnis-depression.de
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Regina Pippow (17.11. 2009 13:03 Uhr):
Hallo Herr Erb, mir fällt da Omega 3 anstatt Medikamente ein. Hat nur gesunde Nebenwirkung. Aus manchen Artikel lacht mich die Pharmaindustrie an. Mit freundlichen Grüßen
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