Was passiert, wenn Familienangehörige zum Pflegefall werden?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 12. Mai 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
passend zum Tag der Pflege die Frage - haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn Eltern oder Schwiegereltern plötzlich ein Pflegefall werden? Oder wenn Sie selbst dauerhaft rund um die Uhr betreut werden müssen?
Früher, so scheint es, war das alles einfacher. Die Menschen wurden nicht so alt, zudem war die typische Lebensform häufig die der Großfamilie. Dort war jeder für jeden da. Heute sehen die familiären Strukturen anders aus. Eltern und Kinder wohnen in vielen Fällen noch nicht einmal mehr nah beieinander. Wird dann ein Familienmitglied Pflegefall, wer gibt dann sein Lebensumfeld auf?
Manchmal lassen sich aber auch gute Vorsätze und alltägliches Leben gar nicht unter einen Hut bringen. Es gibt viele Menschen, die ihre Eltern nicht ins Heim geben möchten. Was aber, wenn die persönliche Wohn- oder Arbeitssituation eine andere Betreuungsart nicht zulässt? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ein dementer Familienangehöriger ständig wegläuft? Oder ein schwer krankes Familienmitglied eine Betreuung braucht, bei der auch medizinische Fachkenntnisse von Nöten sind?
Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Viele Menschen wissen darüber hinaus auch gar nicht, welche Betreuungsmöglichkeiten es für pflegebedürftige Patienten gibt. In unserem Spezialreport „Häusliche Pflege - Rat und Hilfe für pflegende Angehörige" erfahren Sie nicht nur alles rund um die verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten zu Hause. Auch rechtliche Fragen, z. B., wenn es um Pflegestufen oder Ihre Rechte als Pflegender geht, werden Ihnen beantwortet.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner