Was kommt auf Sie zu, wenn Sie einen Angehörigen pflegen?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 20. Oktober 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, dann steht man in den meisten Fällen dieser Situation erst einmal relativ hilflos gegenüber. Schon die allererste Entscheidung ist schwierig: Soll das Elternteil, der Partner ins Heim? Kann ich das überhaupt zulassen? Habe ich nicht die moralische Verpflichtung, selbst zu pflegen?
Die meisten Menschen entscheiden sich (erst einmal) für die häusliche Pflege - und dann fangen die Schwierigkeiten oft erst an. Es kommen plötzlich Situationen auf Sie zu, in denen Sie noch nie waren. Sie müssen zum Beispiel beim medizinischen Dienst die Einstufung in eine Pflegestufe beantragen. Und Sie sind in jeder Lebenssituation für einen Menschen verantwortlich, müssen ihn eventuell nicht nur füttern, sondern ihn auch täglich waschen, ihm beim Gang auf die Toilette helfen... Das alles erfordert Fähigkeiten, die Sie erst nach und nach lernen müssen.
Und es erfordert psychische Stärke - Sie müssen viel zurückstecken, können nicht mehr spontan etwas unternehmen. Selbst der Lebensmitteleinkauf muss plötzlich organisiert werden. Sie brauchen wahrscheinlich jemanden, der so lange auf Ihren pflegebedürftigen Angehörigen aufpasst.
All das sind große Umstellungen für Sie. Wie Sie mit dieser Situation zurecht kommen, welche Rechte und Pflichten Sie haben, lesen Sie genau in unserem Soforthilfe-Spezialreport Häusliche Pflege". Hier finden Sie alle Informationen, die Sie brauchen, wenn Sie einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner