Was ist von Produkten zum Wachstum der Augenwimpern zu halten?

unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund
vom


Mit der Zeit sind Ihre Augenwimpern dünner geworden. Ohne die entsprechende Wimperntusche fühlen Sie sich nicht wohl. Doch jetzt haben Sie von verschreibungspflichtigen Medikamenten gehört, mit deren Hilfe die Augenwimpern wieder wachsen sollen. Doch können Sie solche Produkte ohne Bedenken anwenden?


Bei dem erwähnten Produkt handelt es sich um Bimatoprost (Lumigan®), das von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA in diesem Jahr für die Behandlung von Minderbehaarung der oberen Augenwimpern (Hypotrichose) zugelassen wurde. Bimatoprost ist der Wirkstoff in verschreibungspflichtigen Augentropfen und gehört wie Latanoprost (Xalatan®) und Travoprost (Travatan®) zur Gruppe der Prostaglandin-Analoga, die in Deutschland zur Glaukom-Therapie zugelassen sind. Als Nebenwirkung dieser Augenmedikamente kann ein verstärktes Wachstum der Augenwimpern auftreten.

Bei regelmäßiger nächtlicher Anwendung entlang der oberen Augenwimpern (es wird nicht auf das untere Auglid aufgetragen), regt Bimatoprost schrittweise das Wachstums von längeren, dickeren und dunkleren Wimpern an.

In drei bis vier Monaten haben Sie wieder normale Wimpern

In der Regel dauert es drei bis vier Monate, bis Sie das volle Resultat sehen. Die verbesserten Wimpern bleiben so lang wie Sie das Produkt weiter anwenden. Wenn Sie mit der Anwendung aufhören, können Ihre Wimpern wieder in den ursprünglichen Zustand zurückfallen.

Mit der Anwendung von Bimatoprost können auch Nebenwirkungen verbunden sein. Ihre Augen können jucken und es kann zu einer Rötung Ihrer Augen kommen. Ebenfalls kann Ihre Haut rund um den mit Bimatoprost behandelten Bereich der Augenwimpern dunkel werden.

Eine weitere Nebenwirkung ist eine permanente Braunfärbung Ihrer Iris. Wenn regelmäßig Tropfen des Wirkstoffs auf andere Hautbereiche um Ihre Augen gelangen, kann es dort ebenfalls zu Haarwachstum kommen.

Achten Sie auf Nebenwirkungen und hohe Kosten

Es gibt außerdem Berichte von Menschen, die infolge der Anwendung der Augentropfen an einer bakteriellen Keratitis (Hornhautentzündung) erkrankt sind, was zu Erblindung führen kann. Allerdings wurde dieses Risiko noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht.

Neben den aufgeführten Nebenwirkungen sollten Sie auch die Kosten beachten. Denn die von den Krankenkassen nicht übernommenen Kosten können sich pro Monat auf rund 100 Euro belaufen.


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