Was hilft Ihnen gegen einen Frosch im Hals?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Psychiatrie
vom 24. Februar 2009, 05:00 Uhr
GNL5223
Manche Menschen reagieren auf Stress, indem sie das Gefühl entwickeln, etwas schnüre ihnen die Kehle zu. Sie fangen an, sich zu räuspern, um diesen "Kloß im Hals" wieder loszuwerden. Oft steckt auch eine reale Irritation dahinter, ein Stückchen Nuss ein Haar oder ein kleines Salatblatt sind beim Herunterschlucken in der Kehle hängen geblieben, und man hüstelt dann daran herum - selbst wenn ser Störenfried schon längst weitergerutscht ist. Das Räuspern, Husten und Schlucken irritiert die Schleimhäute zusätzlich, so dass der Frosch am Ende ein Dauergast im Hals wird.
Organische Ursachen können Sodbrennen und Reflux sein, aber auch Schilddrüsenprobleme, chronische Mandelentzündung oder Fehlhaltungen und Muskelverspannungen. Tumore stecken übrigens nur sehr selten hinter Räusperzwang und Krümelgefühl.
Diese Mittel zur "Frosch-Vergrämung" empfehlen Ihnen die Experten:
- Machen Sie sich als Erstes klar, dass nichts Schlimmes hinter Ihrem Kloß im Hals steckt.
- Versuchen Sie, Ihren Stress zu reduzieren.
- Vermeiden Sie es, sich zu räuspern - auch wenn es schwer fällt.
- Trinken Sie viel - am besten Leitungswasser, nur wenig Kaffee, Tee und Alkohol.
- Verzichten Sie aufs Rauchen.
- Machen Sie mehrmals täglich eine Dampfinhalation, um Ihre Schleimhäute zu befeuchten.
- Lernen Sie im Zweifelsfall bei einem Logopäden, wie man die Stimmbänder schonend benutzt. Trainieren Sie täglich nach seinen Anweisungen.
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