Warum Nahrungsmittel Allergien auslösen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 3. Mai 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Unser Essen enthält unendlich viele Stoffe, auf die wir allergisch reagieren können. Theoretisch - denn nur ein Teil von uns reagiert auf einen oder mehrere Bestandteile allergisch. Ob der Inhaltsstoff eines Nahrungsmittels Allergien hervorruft oder nicht, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab:
Vom Nahrungsmittel selbst: Es gibt Nahrungsmittel, die besonders häufig Allergien auslösen - etwa Sellerie oder bestimmte Gewürze. Manche reizenden Stoffe werden schon beim Kochen unschädlich gemacht, andere lösen nur lokale Reizungen in Mund und Rachen aus - etwa die Haut eines Pfirsichs oder manche Gewürze. Sie werden durch die Enzyme im Speichel gebändigt. Andere Allergene können die Darmwand nicht passieren oder werden von der Körperabwehr in Schach gehalten.
Von Alter und Geschlecht des Betroffenen: Kinder bis zum dritten Lebensjahr reagieren besonders häufig allergisch auf Nahrungsmittel. Und zwar meist auf solche tierischer Herkunft - insbesondere Hühnereiweiß und Kuhmilch. Gestillte Kinder haben ein geringeres Allergierisiko als Flaschenbabys. Erwachsene haben öfter Probleme mit pflanzlichen Nahrungsmitteln. Bei den Kindern sind eher die Jungen betroffen, bei den Erwachsenen leiden Frauen dreimal häufiger unter Nahrungsmittelallergien als Männer.
Von den Verzehrgewohnheiten: Es wird von vermehrtem Auftreten von Schalentier-Allergien bei Menschen berichtet, die häufig Krebs- und Muschelgerichte verspeisen. Pflanzenliebhaber - insbesondere Rohköstler - reagieren häufiger allergisch. In gekochtem Zustand sind Obst und Gemüse meist gut verträglich. Wer allergisch auf einen künstlichen Zusatzstoff in einem industriell hergestellten Lebensmittel reagiert, hat es schwer, herauszufinden, worum es sich handelt und sich davor zu schützen, denn er muss nicht zwangsläufig auf der Verpackung deklariert sein.
Vom Immunzustand: Je geschwächter das Abwehrsystem eines Menschen ist, desto eher kann sich eine allergische Neigung Bahn brechen. Stress, Überlastung und ein ungesunder Lebensstil fördern einen allergischen Ausbruch. Aber auch übertriebene Hygiene gilt als Risikofaktor. Je häufiger Kinder mit Schmutz und Verunreinigungen in Kontakt kommen, umso fitter ist ihr Immunsystem, umso widerstandsfähiger sind die Kleinen gegen Allergien. Je wohlhabender die Familien, umso häufiger sind die Allergien.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Käthi (03.05. 2011 08:50 Uhr):
Die versteckten Allergien sind sehr schwierig. ich bin allergisch auf Salycilsäure was nicht nur im Aspirin vorkommt sondern auch in vielen Früchten, z.b hochprozentig in Cranberries, Gemüsen und Gewürzen, Bier und Wein, diese Allergie kann man nicht mal im Blut nachweisen , sondern nur durch gezielte dosierte Einnahme, wenn man einen Verdacht hat. Danke Sylvia.
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