Warum klares Wasser oft besser für Ihre Haut ist
Beate Rossbach in Täglich Gesund
vom 21. September 2011, 16:00 Uhr
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Die Werbung sagt uns, was wir alles brauchen, um gepflegt und frisch zu sein: antibakterielle Waschlotionen, schweißverhindernde Deos, duftendes Duschgel und vieles mehr. Aber brauchen wir das alles wirklich, oder helfen diese Mittelchen eher dem Geldbeutel der Hersteller als unserer Haut? Natürlich ist Körperpflege ein Muss - so manches schießt allerdings über das Ziel hinaus und zerstört eher wichtige körpereigene Schutzmechanismen, als dass es zu Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt. Wie viel und vor allem welche Art der Hygiene für Ihren Körper wirklich gesund ist, lesen Sie in diesem Beitrag.
Der Säureschutzmantel hält Keime von Ihrer Haut fern
Unsere Haut hat an ihrer Oberfläche einen Schutzmantel, der verhindert, dass sich Keime ansiedeln können. Sein pH-Wert liegt mit etwa 5,5 im sauren Bereich. Da Wasser einen pH-Wert von 7 hat, wird bei jedem ausgiebigen Duschen oder Baden dieser so wichtige Schutzfilm aus dem Gleichgewicht gebracht. Seifen haben meistens einen basischen pHWert und zerstören dadurch den hauteigenen Schutz noch mehr. Hautreizungen und Ekzeme können die Folge sein.
Schweiß beginnt erst nach einigen Stunden zu riechen
Bei starkem Schwitzen entsteht erst ein unangenehmer Geruch, wenn der Schweiß durch Hautbakterien zersetzt wird. Ein einfaches Abwaschen mit klarem Wasser ist also vollkommen ausreichend, um unangenehme Gerüche zu verhindern. Wenn Sie sich dennoch für ein Deo entscheiden, sollten Sie unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten.
Aluminiumchlorohydrat (ACH) verengt die Schweißdrüsen und bremst so bis zu 50 % des Schweißflusses. Durch diese Abflussbehinderung können Irritationen und sogar Schweißdrüsen-Abszesse entstehen. Da Alkohol Ihre Haut ebenfalls reizen kann, sollten Sie unbedingt ein alkoholfreies Deo verwenden. Einige Deos enthalten auch Substanzen, die ein hohes Allergiepotenzial haben.
Diese Inhaltsstoffe in Deos können Allergien auslösen:
- Isoeugenol (Nelke)
- Evernia Prunastri-Extrakt (Eichenmoos)
- Cinnamal (Zimt)
- Moschusverbindungen
Wenn Sie sensibel auf Duftstoffe reagieren, sollten Sie Produkte mit den vorgenannten Substanzen meiden.
Feuchtes Toilettenpapier kann allergische Ekzeme verursachen
Seit einigen Jahren erzählen uns die Medien, dass zu einer guten Körperhygiene unbedingt feuchtes Toilettenpapier gehört. Hören Sie nicht auf diese Stimmen! Fast alle dieser Produkte enthalten den Konservierungsstoff IPBC(Iodpropinylbutylcarbamat), der allergische Kontaktekzeme an Händen und Po auslösen kann. Damit das Papier „nassfest" ist, wird es meistens mit Formaldehydharzen versetzt.
Diese Substanzen reizen schon in geringen Mengen die Schleimhäute und können zu allergischen Reaktionen führen. Wenn Sie ein besonders sauberes Gefühl nach dem Toilettengang haben möchten, sollten Sie lieber einen mit klarem Wasser angefeuchteten Waschlappen benutzen.
Lassen Sie sich von der Werbung also nicht verführen, und verzichten Sie auf überflüssige Körperpflegeprodukte, die Ihre Haut nur unnötig reizen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dieter (22.09. 2011 09:56 Uhr):
Zur Hautpflege kann ich nur das Buch "Die Bombe unter der Achselhöhle" von Dr. Walter Mauch empfehlen, da steht alles darüber drin. Mit freundlichen Grüßen Dieter.
Antworten - Kommentar von Seibold Gerhard (29.09. 2011 19:13 Uhr):
Die Annahme, das ein Säureschutzmantels die Haut schützt, ist schon völlig überholt und gehört ins Reich der Märchen, wird aber von der Industrie und der Kosmetikbranche hochgehalten. Die Haut ist wie die meisten Teile des menschlichen Körpers basisch! Nur unsere ungesunde Lebensweise läßt die Haut durch die ständigen sauren Ausscheidungen ében sauer erscheinen. Dass Sie das Märchen des Säureschutzmantels in ihren Kommentaren bringen erschüttert mein Vertrauen in Ihre wissenschaftlichen Ausführungen. Mit besten Grüßen Gerhard
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