Warum immer nur Süßes? Regen Sie mit Bitterstoffen Ihre Gesundheit an

in Täglich Gesund
vom


Haben Sie schon einmal eine Tasse ungesüßten Salbeitee getrunken? Wahrscheinlich werden Sie allein bei der Vorstellung erst einmal zusammenzucken. Denn der Tee ist recht bitter - Sie müssen sich an diesen Geschmack wirklich gewöhnen. Aber gerade diese Bitterstoffe sollten Sie schätzen lernen. Sie können sie als Naturheilmittel bezeichnen: Die Stoffe wirken sich nicht nur positiv auf Ihren Verdauungstrakt aus, sondern haben auch großen Einfluss auf Ihr Herz-Kreislauf-System und auf die Harnwege.


Bitterstoffe - ein Schlüssel zu Ihrer lebenslangen Gesundheit

  • Bitter hilft Ihnen zu entsäuern. Die Kräuter und Pflanzen in denen die Bitterstoffe enthalten sind, bringen basische Verbindungen in Ihren Körper. Dadurch können sie einen erhöhten Säurespiegel, beispielsweise durch ungesunde Ernährung, ausgleichen. Zudem sind Bitterstoffe in der Lage, einen Basenvorrat im Körper anzulegen.
  • Bitter regt Ihre Verdauung an. Schon in der Mundhöhle beginnen die Bitterstoffe, Ihre Verdauung zu unterstützen. Denn sobald Sie den bitteren Geschmack auf Ihrer Zunge wahrnehmen, wird viel Speichel freigesetzt. Gleichzeitig sorgt ein Körperreflex dafür, dass die Produktion von Galle, Magensäure und Bauchspeicheldrüsensaft angeregt wird. Bitterstoffe sind zudem in der Lage, die Darmbewegungen anzuregen, so dass Nahrungsreste schneller ausgeschieden werden. Außerdem werden Vitalstoffe aus der Nahrung mithilfe von Bitterstoffen viel besser verdaut.
  • Bitter bringt Ihr Immunsystem auf Trab. Dadurch, dass Bitterstoffe Ihre Darmtätigkeit und die Verdauungssäfte anregen, halten sie die Darmwände geschmeidig und die Darmflora gesund. So wird auch Ihr Immunsystem aktiviert und stabilisiert.
  • Bitter hält jung. Ihr Herz-Kreislauf-System wird durch die bitteren Stoffe angekurbelt. Sie steigern die Durchblutung Ihrer Organe und verbessern so deren Funktion. Zudem halten sie die Blutgefäße flexibel und schützen Sie so vor zu hohem Blutdruck.
  • Bitter macht satt. Wenn Sie Bitterstoffe regelmäßig in Ihre Ernährung einbauen, werden Ihre Geschmacksnerven empfindlicher und sind der Industrienahrung nicht mehr so zugetan. Dadurch ernähren Sie sich gesünder - von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, die Sie schneller satt machen.

Ein bitterer Tee hilft gegen Verdauungsbeschwerden

Es gibt eine Reihe von Heilkräutern, die alle als Tee bei gesundheitlichen Beschwerden angewandt werden. Gerade die Bitterstoffe sind es, die sich hier positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken.

  • Beifuß: gegen Verdauungsstörungen
  • Benediktenkraut: gegen Sodbrennen, Gallenbeschwerden und Völlegefühl
  • Bitterklee: gegen Gallenbeschwerden und Magenkrämpfe
  • Galgantwurzel: gegen Appetitlosigkeit und Magenkrämpfe
  • Gelber Enzian: bei Verdauungsbeschwerden, die aus einem Mangel an Magensaft resultieren, aber auch bei Blähungen und Völlegefühl. Gelber Enzian hat übrigens den höchsten Bitterstoffgehalt, den es in der Natur gibt.
  • Hopfenzapfen: bei Blasen- und Nierenproblemen sowie bei Schlafstörungen
  • Mariendistel: zur Leberstärkung und gegen Reizmagen
  • Tausendgüldenkraut: bei Leberbeschwerden
  • Salbei: bei wechseljahrebedingten Schweißausbrüchen, Halsschmerzen und Husten

Sie erhalten die Kräuter getrocknet in der Apotheke und können sich hieraus einen Tee ansetzen. Nehmen Sie ein bis drei Teelöffel des Krauts, überbrühen Sie es mit kochendem Wasser und lassen Sie es dann 10 bis 15 Minuten ziehen.

Mein Tipp: Bei Verdauungsbeschwerden empfehle ich Ihnen eine Mischung aus zu gleichen Teilen Tausendgüldenkraut, Löwenzahn und Enzian. Je nach Geschmack können Sie noch Fenchel und Anis dazugeben.


von
Dr. Michael Spitzbart

Dr. med. Michael Spitzbart zählt heute zu den bekanntesten Gesundheitsexperten Europas. Lesen Sie hier mehr zu seiner Person und seinem Gesundheitsdienst "Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis".

 
Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben