Warum homöopathische Mittel am Anfang stärkere Symptome hervorrufen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Homöopathische Mittel
vom 15. Juni 2011, 09:26 Uhr
GNL5356
Die sogenannte Erstverschlimmerung ist ein gutes Zeichen. Wenn Sie beispielsweise Kügelchen gegen eine Erkältung nehmen und Ihre Nase dann erst richtig läuft, sind Sie auf dem Weg der Besserung. Das homöopathische Medikament hat Ihr Immunsystem bereits angeregt. Diese verstärkten Symptome verschwinden meist nach einigen Stunden oder wenigen Tagen wieder.
Eine homöopathische Behandlung durchläuft verschiedene Stufen der Heilung, sie lässt nicht nur Ihre Beschwerden verschwinden, wegen derer Sie zur Behandlung gekommen sind, sondern bekämpft idealerweise auch frühere Erkrankungen, die nicht ausgeheilt sind. Die Symptome gehen dabei in der umgekehrten Reihenfolge zurück wie sie aufgetreten sind. So kann es passieren, dass Sie - wenn Sie ein Mittel gegen Migräne nehmen - erst einmal Bauchweh oder Ohrenschmerzen bekommen. Wenn Sie zum Beispiel nach einer homöopathischen Gabe Symptome einer Blasenentzündung entwickeln, kann es sein, dass dies mit einer früheren, nicht ausgeheilten Blasenentzündung zusammenhängt. Meist flammen solche „Alt-Erkrankungen" nur mit leichten Symptomen auf.