Warum Grapefruits bei Parodontose helfen

unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson in Täglich Gesund zum Thema Parodontose
vom


von unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson

Lieber Leser,

sind Grapefruits schlecht für Frauen, die die Wechseljahre hinter sich haben? Wir wollen keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehen, aber die Theorie lautet folgendermaßen: Ein Inhaltsstoff der Grapefruits kann ein bestimmtes Protein hemmen, dass eine Rolle im Östrogen-Stoffwechsel spielt. Wenn Östrogen nicht mehr ausreichend verstoffwechselt wird, kann der plötzliche Östrogen-Anstieg ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko verursachen.


In einer neuen Studie der University of Southern California, in der die Ernährungsgewohnheiten und medizinischen Unterlagen von mehr als 50.000 Frauen ausgewertet wurden, fanden die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem täglichen Grapefruit-Verzehr und einem um 30 % erhöhten Risiko für Brustkrebs.

Wenn Sie die Wechseljahre hinter sich haben, einen erhöhten Östrogenspiegel aufweisen und gerne und häufig Grapefruits essen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über diese Studie sprechen. Aber denken Sie daran, dass es sich nur um eine Studie handelt, noch nicht einmal um eine klinische Studie und selbst die Wissenschaftler sind der Meinung, dass es viel zu früh ist, um einen wirklichen Zusammenhang zwischen Grapefruitverzehr und erhöhtem Brustkrebsrisiko zu sehen.

Aber ich möchte Sie auf eine Studie hinweisen, die die Grapefruit in ganz anderes Licht rückt.

Die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen ist Zahnfleischschwund – bekannt als Parodontose. Wie wir aus vorhergehenden Untersuchungen wissen, besteht eine Verbindung zwischen Zahnfleischschwund und erhöhtem Risiko für Herzkrankheiten. Zusätzlich hat sich gezeigt, dass eine Behandlung fortgeschrittenen Zahnfleischschwundes die Werte von C-reaktivem Protein und anderen wichtigen Markern von Herzkrankheiten deutlich senken kann.

Laut einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität hat sich gezeigt, dass der tägliche Verzehr von Grapefruits die Behandlung von Parodontose unterstützen kann. Die Wissenschaftler verglichen die Vitamin C-Werte des Blutplasmas von 60 Patienten mit chronischer Parodontose und 22 gesunden Menschen. Sie maßen den Vitamin C-Gehalt zu Beginn der Studie und wieder nach 2 Wochen. In dieser Zeit aß jeder der an Parodontose erkrankten Patienten 2 Grapefruits pro Tag.

Die Ergebnisse zeigten, dass alle Patienten deutlich niedrigere Vitamin C-Werte im Blutplasma aufwiesen, verglichen mit den gesunden Teilnehmern. Und nach dem Test waren die Vitamin C-Werte bei den Erkrankten höher. Zudem blutete das Zahnfleisch deutlich weniger. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ausreichend Vitamin C dazu führen kann, dass Wunden besser heilen.


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