Warum Eier anlaufen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 8. April 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Eier mögen keine Silberlöffel. Kommen sie mit diesen in Kontakt, laufen sie an. Darüber hinaus kann der Silberlöffel dem Ei ebenfalls wenig abgewinnen. Kommen die beiden zusammen, färbt sich der Löffel schwarz und das gekochte Ei schmeckt unangenehm metallisch. Verantwortlich für diese Reaktion ist der Gehalt an schwefelhaltigen Eiweißen des Hühnereis. Bei längerem Kochen - wie etwa bei Ostereiern - entsteht Schwefelwasserstoff, der sich mit dem Silber zu Silbersulfit verbindet. Die schwefelhaltigen Bestandteile sind auch für den hässlichen und schlecht riechenden grünen Rand am Eigelb verantwortlich. Solcherart gekochte Eier vermitteln den Eindruck, sie seien nicht frisch, was jedoch davon völlig unabhängig ist.
Verfärbte Löffel bekommen Sie so wieder sauber: Geben Sie ein Stückchen Aluminiumfolie in eine flache Schale, darauf geben Sie 1 TL Natriumcarbonat (Soda), legen das Silberbesteck dazu und gießen heißes Wasser hinein. Nach kurzer Zeit bilden sich kleine Bläschen, die den Belag gewissermaßen wegtransportieren und Ihren Löffel wieder glänzen lassen.
Wenn Sie zum Osterfrühstück Ihre Eier stilvoll verspeisen möchten, sollten Sie statt eines Silberlöffels einen echten Perlmutt-Eierlöffel auflegen. Diese gelten als besonders geschmacksneutral. Allerdings dürfen Perlmuttlöffel nicht in die Geschirrspülmaschine oder ins normale Spülwasser, da sie sich dort sowie bei Kontakt mit Essig in nicht garantiertes Wohlgefallen auflösen.