Wandern: eine kostenlose Wunderpille
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Wandern
vom 28. April 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leser,
meine Frau drängelt schon seit ein paar Tagen, ich möge Ihnen doch endlich mal etwas über die wunderbaren Seiten des guten alten Wanderns berichten. Denn uns beide zieht es bei Wind und Wetter hinaus, um über Stock und Stein unsere Kilometer zurückzulegen. Jetzt im Frühling - so wie jetzt am Wochenende - macht das natürlich besonders Laune. Immer mehr Menschen entdecken das Wandern für sich als besonders erquickliche Sportart. Sie treibt nun die Lust auf Bewegung in freier Natur ebenfalls verstärkt an die frische Luft. Ein prima Lebenselixier, weiß die Medizin. Balsam für die Seele, sagen begeisterte Wanderer wie wir. Es ist nicht nur eine körperliche Herausforderung durch das unermüdliche Marschieren, sondern vor allem auch ein Weg der inneren Einkehr.
Das Allensbacher Institut für Demoskopie hat gerade den neuen Trend dingfest gemacht: Mehr als 41 Millionen Menschen suchen den für die Seele so wichtigen Tapetenwechsel vor allem im Grünen. Den größten Zuwachs an Neueinsteigern gibt es unter den 35- bis 45-Jährigen. „Beim Wandern kannst du alles auf einmal finden: Natur erleben, Wachsen und Gedeihen verstehen, einen tieferen Sinn sehen, Bewegungslust austoben, mit Freunden zusammen oder allein sein und am Ende das Gefühl wunderbar ‚müder‘ Knochen auskosten", beschreibt meine Frau unseren bewegungsmuffligen Freunden immer ihr Hobby.
Wandern hat sich in den letzten Jahren gründlich entstaubt. Stämmige Wandersleute mit Kniebundhosen, derben Schuhen und einem fröhlichen Lied auf den Lippen sieht man immer seltener. Unterwegs sind Leute wie Sie und wir in zweckmäßiger Sportbekleidung. Rund 16 Kilometer legt laut Forschung der normale Wanderer pro Tour im Schnitt zurück. Das entspricht auch unserer normalen Wanderstrecke.
Das Gute am Wandern: Sie müssen es nicht lernen, es erfordert keine komplizierte Ausbildung oder Ausrüstung wie das Golfen etwa. Wandern können Sie völlig allein. Und es bietet ideale Varianten für Ihren jeweiligen Trainingszustand. Selbst Menschen, die gesundheitlich angeschlagen sind, können sich auf Schusters Rappen machen, ohne schädliche Nebenwirkungen einkalkulieren zu müssen.
Entspannung statt Ehrgeiz heißt hier die Parole.
Machen Sie es gut!
Ihr
Helmut Erb
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