Wahrscheinlichkeit für Dengue-Fieber in Deutschland ist sehr gering

in Täglich Gesund zum Thema Dengue-Fieber
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„Das Dengue-Fieber kommt nach Deutschland, die Tigermücke ist auf dem Vormarsch" - solche Horrorschlagzeilen tauchen immer wieder einmal auf. Angeblich soll die so genannte Asiatische Tigermücke bis 2050 in Deutschland heimisch werden. Das Gefährliche an dieser Mückenart: Sie überträgt mehrere Krankheiten, die bekannteste ist das so genannte Dengue-Fieber. Hierbei kommt es nach einer Inkubationszeit von rund 14 Tagen zu Beschwerden, die denen eines grippalen Infektes ähnlich sind. Dieser milde Verlauf tritt in den meisten Fällen auf. Bei Kindern dagegen kann es auch zu einer schweren Verlaufsform kommen, die bis zum Tode führen kann.


Aber die Gefahr, dass die Mücke sich in den nächsten Jahren in Deutschland ausbreitet, schätzen Forscher als sehr gering ein. Bisher wurde erst ein einziges Exemplar entdeckt. Diese Mücke wurde aus Südeuropa eingeschleppt und ist bis heute die einzige ihrer Art, die in Deutschland aufgetaucht ist.

Aber auch wenn sie sich vermehrt hätte, wäre das Infektionsrisiko sehr gering. Denn die Mücke muss erst einen infizierten Menschen stechen. Dann kann sie mit dem zweiten Stich diesen Virus weitergeben. Da es aber fast keine infizierten Menschen in Deutschland gibt, ist die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering, dass eine Tigermücke, die das Dengue-Fieber weiterverbreiten kann, auf einen Erkrankten trifft.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

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Kommentar von Rainer Seifert

Wenn nun aber eine neu eingeschleppte Tigermücke schon in ihrer bisherigen Heimat einen infizierten Menschen gestochen hat, dann kann es schon passieren. Außerdem heit eine gesichtete Tigermücke ja nicht, dass nur eine einzige bisher zu uns gekommen ist. Nicht jede Mücke wird schließlich auch gesichtet, bzw. als gefährlich identifiziert. Nur soviel zur Theorie. Mir könnte es sowieso egal sein, denn um 2050 zu erleben, müsste ich so alt werden, wie ein unlängst verstorbener holländischer Schauspieler.

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