Vorsicht: Trinkwasser in öffentlichen Gebäuden häufig stark verkeimt!
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 3. August 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Trinkwasser ist eines der bestkontrollierten Lebensmittel in Deutschland - und daher eigentlich unbedenklich für Ihre Gesundheit. Allerdings gilt dies nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das hat eine Untersuchung des TÜV Rheinland ergeben. Die Tester hatten 50 Leitungswasser-Proben untersucht, immerhin die Hälfte war stark verkeimt.
Entnommen wurden die Proben in öffentlichen Gebäuden: in Bahnhöfen, aber auch auf Krankenhaustoiletten. Gefunden wurden Bakterien, die zu Durchfall und Erbrechen führen können. Aber auch Legionellen waren im Wasser enthalten, die Lungenerkrankungen auslösen können - für immungeschwächte Menschen können diese gefährlich werden. In manchen Proben waren die zulässigen Grenzwerte der Keime um das Achtfache überschritten.
Grund für die Bakterienbelastung ist aber nicht eine schlechte Trinkwasserqualität. Vielmehr führen beschädigte Leitungen zu solchen Verkeimungen. Auch können die Keime durch eine so genannte Rückverkeimung in das Wasser gelangen. Darunter versteht man, dass Wasser zu lange in den Leitungen steht oder nur sehr langsam fließt.
Sie sollten daher sowohl in öffentlichen Gebäuden als auch an Wasserkränen zu Hause, die nur selten genutzt werden, das Wasser erst etwas laufen lassen, bevor Sie es verwenden. Stellen Sie die Vorlauftemperatur Ihres Warmwassers mindestens auf 50, besser noch auf 60 Grad ein, so können Sie sich vor einem ungehinderten Wachstum der Bakterien schützen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Branka (03.08. 2011 16:46 Uhr):
Keime im Trinkwasser,"die"Leitartikel der Presse in diesen Tagen,bei der "NW" auf der ersten Seite.Das Thema ist nicht neu!! Trinkwasser nach Prüfplan,Probenahme gemäß DIN 38402 A14 z.Bsp.am Pumpwerk hat eine bessere Qualität als an der häuslichen Zapfstelle wenn man hier die Rohr-Wege einbezieht. Und was ist denn mit dem immer wieder erwähnten Medikamenten-Cocktail,den massenhaft ausgeschiedenen Hormonen, z.B. Anti-Baby-Pille, die sich im Kreislauf befinden? Die Konzentration dieser Rückstände im Trinkwasser nicht meßbar??
Antworten - Kommentar von Johann Niedermayer (03.08. 2011 17:33 Uhr):
Trinkwasser ist eines der bestkontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Als ich zur Kangen-Wasser-Szene gestoßen bin, habe ich erfahren, dass die Keimfreiheit des Trinkwassers zuweilen mit einem positiven ORP-Wert erkauft wird, was bedeutet, dass man mit einem solchen Wasser freie Radikale aufnimmt.
Antworten - Kommentar von I Behnke (07.08. 2011 21:15 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, vielen Dank für Ihren Artikel. Ihre Hinweise sind sehr wichtig und herausragend. Viele in meiner Nachbarschaft leiden seit längerem an unerklärlichen Symptomen, ähnlich denen von Ihnen erwähnt. Leider denken viele immer noch, dass die Leitungen noch in dem Zustand sind wie vor 30 Jahren beim Einbau. Dem ist jedoch nicht so. In einem Vortrag, den ich besuchen konnte, wurden Querschnitte von Leitungen gezeigt und so schauen wir als Menschen nach einer Anzahl von Jahren ebenfalls aus. Da wir von Wasser leben müssen, finden sich Ablagerungen ebenfalls in unseren Organen wie in den Leitungen. Glücklicherweise gibt es eine Reihe sehr guter Filter; einige filtern sogar Bakterien aus dem Wasser heraus und erhalten für unsere Gesundheit die lebensnotwendigen und wichtigen Mineralien. Selbst empfehle ich den e-spring-Filter, der mir empfohlen wurde. Das Wasser schmeckt wie aus einer Urquelle. Entschuldigung - ich möchte Ihr Thema nicht als Plattform nutzen. Dieses Thema ist mir persönlich sehr wichtig. Eine angenehme Woche, mit freundlichem Gruß I Behnke
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