Vorsicht, Hund: Wissen schützt vor Bissen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 12. August 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Nicht nur Briefträger sind bissgefährdet, auch Outdoor-Sportler und Fußgänger können von einem Hund gebissen werden. Wer beispielsweise durch einen Park trabt und dort auf einen Hund trifft, kann in dem Tier eine sogenannte Verfolgungsaggression auslösen. Wenn Sie versuchen wegzulaufen, tobt er einfach hinter Ihnen her. Gehen Sie beim Wandern an einem Grundstück vorbei, auf dem sich ein Hund befindet, der sich von Ihnen bedroht fühlt, kann das eine Territorialaggression verursachen. Eine Distanzierungsaggression stellt sich ein, wenn Sie zum Beispiel einem Hund im Gedränge auf die Pfote treten. Weitere Aggresssionsformen sind die Schutz- und die Angstaggression, so die „Bild der Wissenschaft" in ihrer aktuellen Ausgabe.
Verstärkt werden diese Aggressionen durch den ungewohnten Körpergeruch fremder Menschen, die andere Stimme, eine ungewohnte Körpersprache sowie durch das falsche Verhalten der meisten Menschen. Gehen Sie beispielsweise zu forsch auf einen Hund zu, wird er Sie heftig anbellen und womöglich auch beißen. Um den Angriff eines fremden Hundes zu vermeiden, sollten Sie ihr Verhalten, das den Hund in Rage gebracht hat, sofort beenden. Versperren Sie ihm nicht den Fluchtweg und versuchen Sie ganz ruhig, etwas Abstand vom Tier zu gewinnen. Zeigen Sie ihm dabei nie den Rücken. Bewahren Sie Ruhe. Schauen Sie dem Hund nicht in die Augen, wenden Sie Kopf zur Seite und bleiben Sie stehen, bis sich der Hund beruhigt hat. Wenn Sie beim Laufen auf einen Hund treffen, laufen Sie etwas langsamer. Ergreifen Sie niemals die Flucht, indem Sie davonrennen. Das macht den Hund erst recht wütend.