Vorsicht bei Erfrierungen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 23. Dezember 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Wie schnell ist man bei diesen Minusgraden gerade beim Wintersport durch Erfrierungen gefährdet. Je mehr Spaß Ihnen die Bewegung auf Piste, in schöner Landschaft oder auf dem Eis macht, umso weniger merken Sie, dass Ihnen zu kalt ist. Bei starker Kälte sind besonders die ungeschützten Körperpartien gefährdet. Das sind die herausragenden "Sonnenterrassen" wie Ohren, Nase, Wangen sowie Hände und Füße. Das Absterben von Gliedmaßen, meist Fingern oder Zehen, ist bei großer Kälte keine Seltenheit. Ich selber weiß ein Lied davon zu singen. Kälte schädigt das Gewebe direkt und führt zu einer Minderdurchblutung des betroffenen Gewebes.
- Wenn Sie das Gefühl haben, Sie hätten sich eine leichte Erfrierung zugezogen, reicht es zunächst aus, die erfrorene Körperpartie gleich am eigenen Körper wieder zu erwärmen. Stecken Sie beispielsweise die betroffene Hand unter Ihre Achselhöhle.
- Reiben Sie sich niemals mit Schnee ab, wie es oft empfohlen wird: Denn dadurch wird Ihnen noch mehr Wärme entzogen. Anhauchen der kalten Stellen nützt auch nichts: Die Verdunstungskälte schadet Ihnen zusätzlich. Erwärmen Sie die betroffenen Stellen stattdessen mit höchstens 38 Grad warmem und niemals mit heißem Wasser.
- Ziehen Sie nasse Kleidung sofort aus und ziehen Sie sich wieder trocken und warm an. Keine einschnürenden oder beengenden Kleidungsstücke anziehen, denn das stört den Wärmeaustausch.
- Wärmen Sie sich mit heißen gezuckerten Getränken von innen auf. Aber Achtung: Hände weg vom Alkohol.
- Bei einem ausgeprägten Kälteschaden sollten Sie rasch einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen!