Vor allem Kürbiskerne schützen Prostata und Blase
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. Juni 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Kommission E, die im Auftrag des Berliner Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte die wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen von Heilpflanzen untersucht, empfiehlt Kürbiskerne, Kürbiskernöl und Kürbiskern-Trockenxtrakt zur Vorbeugung und Behandlung der BPH. In den Stadien I und II wirken Kürbiskerne positiv sowohl auf die Beschwerden als auch auf die Wucherung. Etwa 10 Gramm Kürbiskerne täglich sollten dafür auf Ihrem Speiseplan stehen, hat die Kommission E ermittelt.
Die heilende Wirkung von Kürbiskernen und dem daraus gewonnenen Kürbiskernöl wird darauf zurückgeführt, dass einige der Inhaltsstoffe wie etwa die Linolsäure direkt auf die Blasenmuskeln einwirken und sie kräftigen. Bereits bestehender Harndrang wird gemindert und Restharn, in dem sich Bakterien ausbreiten können, vermieden. Die Stärke des Harnstrahls nimmt wieder zu, Nachtröpfeln und verzögerter Beginn beim Wasserlassen werden weniger oder verschwinden.
In der Apotheke sind etliche Fertigprodukte oder Tees zur Behandlung der BPH erhältlich - etwa Granufink, Prostagutt forte, Bazoton, Cernilton, Harzol oder Azuprostat. Reizzustände der Blase mit vermehrtem Harndrang und quälendem Brennen reagieren positiv auf Blasentees und Fertigpräparate, in denen Goldrutenkraut, Bärentraube, Birkenblätter, Pestwurzelstock und Schachtelhalm stecken. Kürbiskerne können die Beschwerden ebenfalls lindern. Das gilt für beide Geschlechter.