Von welchen Schlacken wollen Sie sich befreien?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 13.02.2008 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn vom Entgiften und Fasten die Rede ist, fällt immer wieder das Wort „Schlacken“. Die positiven Wirkungen des Nahrungsverzichts werden vor allem zwei Auswirkungen zugeschrieben: Das Verdauungssystem hat weniger zu tun. Es muss weniger Magensäure und Verdauungssäfte bilden und kann sich infolgedessen reinigen. Der gesamte Organismus befreit sich von Begleit- und Abbaustoffen aus der Nahrung, den so genannten Schlacken.
Naturheilkundler und Fastenexperten gehen davon aus, dass diese Schlacken beim Fasten abgebaut werden. Dazu zählen sie
- Kalk und andere Mineralien
- verhärtete Schleimdepots
- Speichereiweiß im Gewebe
- verschiedene Säuren
- Gewebshormone
- Überreste des Stoffwechsels
- Umweltgifte
- Gift aus Zigarettenrauch
- Medikamentenreste
- abgestorbene Krankheitserreger
- alte Kotreste im Darm.
Diese Schlacken verstopfen das Informationsnetz des Körpers. Werden sie beim Fasten abtransportiert, wird das Informationssystem gereinigt, also auch die Übertragung von Nervenimpulsen verbessert. Eine ganz besondere Rolle in diesem Geschehen spielt der Darm. Das Schlackendepot, das der Körper hier anlegt, hat besonders weitreichende Folgen auf die Versorgung des gesamten Körpers. Zum einen wird die Passage des Darminhalts immer schwerer, wodurch Verdauungsstörungen entstehen. Zum anderen werden die Darmzotten, deren Oberfläche ein Fußballfeld bedecken könnte, durch die Ablagerungen an ihrer Aufgabe gehindert, die dem Nahrungsbrei entzogenen Nährstoffe aufzunehmen.
Die Schulmedizin bestreitet das Vorhandensein solcher Schlacken. Wissenschaftlich nachgewiesen sind sie ebenfalls nicht. Die Tatsache jedoch, dass sich die Fastenden nach der Kur so wohl und „gereinigt“ fühlen, spricht allerdings für sich.
Leidet Ihr Organismus unter Abbauprodukten?
Diese Symptome können nach Ansicht von Fastenexperten Anzeichen von zu viel Schlacken in Ihrem Körper sein:
- Konzentrationsstörungen
- Vergesslichkeit
- Kopfschmerzen
- Antriebsmangel
- körperliches Schwächegefühl
- erhöhte Infektanfälligkeit
- unreine Haut
- Gewichtszunahme
- allgemeine Niedergeschlagenheit.