Vogelgrippe: Immer noch kein Grund zur Panik!
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Vogelgrippe
vom 28.06.2007 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
in den letzten Tagen ging es durch die Nachrichten, dass in Deutschland erneut Vögel aufgetaucht sind, die wohl an der Vogelgrippe gestorben sind. Längst wird das Thema nicht mehr so aufgebauscht wie beim letzten Mal – das merkt man daran, dass bis heute gar nicht deutlich gesagt wurde, ob es sich um den Erreger H5N1 handelte. Dennoch möchte mein Leser Thomas E. wissen, ob er sich nicht doch anstecken kann, wenn er zum Beispiel mit seinem Enkelkind Enten füttert.
Beim letzten Mal gab es in den Medien eine richtige Panikmache rund um das Thema „Vogelgrippe“. Von einem Überspringen auf Menschen war die Rede, von einer gefährlichen Grippewelle.
Aber es war wie dieses Jahr: Kaum waren andere Themen interessanter, fand die Vogelgrippe nicht mehr statt. Tatsache ist: Wenn Sie nicht gerade mit Hühnern oder Gänsen unter einem Dach leben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie sich infizieren.
Betrachten Sie auch die Warnungen vor möglichen Todesfällen sehr kritisch: 60 Todesfälle hat die Vogelgrippe beim vorletzten Mal in Asien gefordert – wo die Menschen viel dichter mit Geflügel zusammen leben.
Über 10.000 Menschen sind allein während einer Grippewelle in Deutschland im vorletzten Winter gestorben. Daher ist das Risiko, sich an der Vogelgrippe anzustecken, sehr gering.
Mehr zu diesem Thema können Sie übrigens auch in unserem Spezialreport lesen, der am Wochenende erscheint.
Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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